Montag, 27. Januar 2014

Die Kritik am ADAC ist richtig

Derzeit steht der ADAC in starker Kritik. Korruption, Manipulation und vieles mehr wird ihm vorgeworfen. Währenddessen stellen sich viele Mitglieder hinter den Verein. Es sei ein normaler Verein und die Vorgänge nicht verboten.


Genau hier liegt jedoch der Grund für die Kritik. Wenn ein Geschäftsführer eines Großkonzerns sich durch die Gegend fliegen lässt, ist das etwas anderes als bei einem Vereinspräsidenten der sich als auch immer wieder als Verein darstellt. Der ADAC legt großen Wert auf den Status der Vereinigung und spielt sich in der Öffentlichkeit als Vertreter der Belange der Autofahrer auf. Immer wieder wird auf die enorme Menge der Mitglieder verwiesen für die man spreche. Da erscheint es unpassend zu Veranstaltungen zu fliegen - auf Kosten der Mitglieder die oft nur Pannenschutz wünschen.

Jetzt zeigt sich für welch kleinen Kreis der ADAC wirklich spricht. Bei der Wahl zum Gelben Engel nahm kaum jemand Teil. 3400 Stimmen für das Siegerauto erscheint wenig, wenn man bedenkt, dass allein Volkswagen hat mehr Standorte als Wähler stimmen abgegeben haben. Es müsste nur an jedem Standort der Chef abstimmen um den Wahlausgang zu ändern. Werksmitarbeiter sind hier gar nicht eingerechnet. Viel mehr noch, die ADAC Mitglieder scheint es gar nicht zu interessieren was jetzt das Lieblingsauto werden soll. Bei so wenig Beteiligung ist fraglich ob der ADAC überhaupt im Namen seiner Mitglieder sprechen kann.

Generell verliert der ADAC an Glaubwürdigkeit. Wie soll man seine Mitglieder beraten, wenn man selbst Wettbewerber auf dem Markt ist? Ein Autoreifentest wird schwierig wenn Continental größter Werbepartner ist. Autoversicherungen? Der ADAC berät, ist aber gleichzeitig selbst Anbieter. Fernbusse? Der ADAC versucht gerade durch Preisdumping die Konkurrenz vom Markt zu drängen. Faire BEratung also unmöglich. Da der ADAC mittlerweile alles vom Pannenschutz bis zur Autovermietung anbietet, kann er somit gar nicht im Namen seiner Mitglieder sprechen ohne Eigeninteressen dabei zu verfolgen.

Der ADAC sollte die Konsequenz ziehen und vom Status eines Vereins auf die einer Gesellschaft umsteigen. Das wäre den Kunden gegenüber nur fair.

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