Vor etwas mehr als einem Jahr schrieb ich bereits über das Potenzial der Elektroautos. Jetzt wird es Zeit für eine Aktualisierung. Die ist allerdings gar nicht so einfach da der Markt sehr unübersichtlich geworden ist.
Nahezu jeder Hersteller hat mittlerweile ein Hybrid- oder Elektroauto im Programm. Zeit einzelne empfehlenswerte Fahrzeuge vorzustellen.
Kleinstwagen:
Der Klassiker ist hier der Mitsubishi i-Miev mit seinen Geschwistern bei Citroen und Peugeot. Empfehlenswert ist er aber nicht. Er genügt kaum den üblichen Qualitätsansprüchen und ist überteuert. Die bessere Wahl sind hier Elektro Smart und der neue VW e-Up!. Beides bezahlbare Kleinstwagen ohne Einschränkungen.
Kleinwagen:
Elektroautos sind hier kaum verbreitet. Es gibt immer noch den Toyota Yaris Hyrid. Ansonsten noch den Renault Zoe, bei dem man aber bezüglich Innenraumkomfort deutliche Abstriche machen muss.Das beste Angebot macht derzeit BMW mit dem i3. Ist zwar sehr teuer, aber derzeit das beste Elektroauto auf dem deutschen Markt.
Kompaktklasse:
Der Markt wächst. Neben den Hybriden von Toyota bieten immer mehr Konkurrenten auch Modelle an. Toyota selbst macht sich mit dem Prius Plug-in Hybrid Konkurrenz. Genauso ist der elektrische Ford Focus und neuerdings auch der VW e-Golf bestellbar. Der Ford hat einen sehr eingeschränkten Nutzwert zu hohen Preisen. Die Empfehlung geht hier zum weitaus besseren Golf. Auch der Ford C-Max als Plug-in Hybrid ist nicht zu empfehlen. Wer will einen Familienvan ohne Kofferraum? Ebenfalls tauglich ist der Nissan Leaf.
Auch andere Marken werden auf diesem Markt bald nachziehen. In den USA ist bereits eine elektrische B-Klasse von Mercedes auf dem Markt.
Mittelklasse:
Hybride gibt es in großen Mengen. Ein solches Feigenblatt hat fast jeder Hersteller - fast immer zu völlig unbrauchbaren Konditionen. Die Preise sind hoch und die Verbräuche gar nicht so niedrig. Die große Ausnahme ist der in der Mittelklasse angesiedelte Tesla S. Als Mittelklasselimousine mit rein elektrischen Antieb glänzt er durch sehr hohe Reichweiten. Im verhältnis sind die Preise zwar moderat - aber dennoch viel zu teuer für einen Massenmarkt. Dieses Segment wird fast ausschließlich von Firmenkunden bedient, die aufgrund der schlechten Händlerpräsenz keine Tesla Modelle kaufen.
Plug-in Modelle sind angekündigt.
Oberklasse:
Ein Hybridmodell haben sie alle. Ein kaufbares Plug-in Modell hat nur Porsche beim Panamera. Bei Mercedes ist die Plug-In S-Klasse angekündigt, lässt jedoch immer noch auf sich warten. Gerade wo Komfort so wichtig ist, setzt sich das Konzept nicht durch.
Sportwagen/SUV
Als Sportwagen hat BMW gerade seinen Sportwagen i8 zur Bestellung freigegeben. Es handelt sich hierbei um einen extrem sparsamen Hybrid-Sportler.
SUV gibt es recht oft mit Hybridantrieb, da hier der Nutzen sehr hoch ist. Als Plug-in Modell gibt es jedoch nur den Mitsubishi Outlander. Der erschwinglich (ab 40.000€) und bietet ein gutes Gesamtpaket. Bis zu 50km Reichweite erlaubt viel rein elektrische Touren und auch der Benziner als solcher ist sehr sparsam. So lässt sich erstmals auch mit gutem Gewissen SUV fahren. Auch finanziell ist dieses Auto erschwinglich. Angeblich soll sich das Fahrzeug gegenüber einem Diesel in ca. 8 Jahren rentieren. So schnell geht es sonst fast nie.
Fazit:
Hybridmodelle gibt es fast überall. Nur lohnen sie sich selten, da die Verbräuche nicht niedrig genug sind. Plug-In Hybride und Elektroautos setzen sich nur langsam durch. In den kommenden 12 Monaten sind aber viele weitere Fahrzeuge angekündigt. So wird man kommendes Jahr bereits in jeder Fahrzeugklasse die Wahl zwischen alternativen Fahrzeugen haben.
Mittwoch, 14. Mai 2014
Dienstag, 1. April 2014
Wann lohnt sich welcher Antrieb
Eine kleine Rechnung was ein Antrieb derzeit kostet
Als Beispiel nehme ich den weit verbeiteten Golf. Basis ist hier die Variante "Comfortline" als 5 Türer mit Metalliclackierung, Navi, 7 Gang Automatik und Klimaautomatik.
Schauen wir uns die Versionen an:
E-Golf als rein elektrisches Fahrzeug für 35.750€. Dafür stößt er 0g CO2 aus und kostet keine KFZ Steuer. Er verbraucht nach Norm 12,7kw/h und fährt damit theoretisch 190km weit. Im Alltag sind es eher 130... also in etwa 1/3 höherer Verbrauch.
Der mit 1.2TSI kostet 25.290€ und stößt 115g CO2 je Kilometer aus. Das entspricht 5,0l Superbenzin und für die Steuer fallen 58€ pro Jahr an. Spritmonitor gibt 6,3l als Realverbrauch an.
Als Diesel mit 1.6TDI sind es nur 102g CO2 bzw. 3,9l Diesel. Bei der Steuer schlägt dies mit 166€ zu Buche. Der Neuwagen kostet laut Liste 27.590€. Spritmonitor.de spricht von einem Verbrauch von 5,48l.
VW bietet dieses Modell auch als Erdgasmodell an. Unter dem Namen 1.4TGI werden 5,2m³ (3,4KG) Erdgas verbraucht bzw. 92g CO2 emittiert. KFZ Steuer sind nur 28€. Der Händler verlangt hier jedoch schon 29.115€. Spritmonitor hat hierzu noch keine Werte.
Die Preisunterschiede sind enorm. Der E-Golf hat zwar eine etwas bessere Ausstattung, dafür ist beim Händler nicht mit einem Rabatt zu rechnen. Über 10.000€ Auspreis muss man für den E-Golf gegenüber dem Benziner fahren. Durch die KFZ Steuer bekommt man die Aufpreise nie wieder rein. Wie sieht es mit dem Verbrauch aus?
Anfang April kostet die KWh 0,26€; Benzin 1,47; Diesel 1,32€ und Erdgas 1,16€ pro KG.
Bei einer Jahresfahrleistung von 15.000km/30.000km kämen somit folgende Kosten zusammen:
Elektro: 495€/991€
Benzin: 1160€/2263€
Diesel: 938€/1710€
Erdgas: 620€/1211€
Oder anders die Berechnung nach wie vielen Kilometern sich die Fahrzeuge gegenüber dem Wettbewerber lohnen (ohne Steuer):
Elektro gegenüber Benzin nach: 258.271km - also mehr als ein normaler Golf jemals gefahren wird. Bei Diesel und Erdgas ist die Bilanz noch fataler.
Diesel: Gegenüber dem Benziner erst nach über 100.000km. Aufgrund der hohen KFZ Steuer und der Gefahr in Umweltzonen zukünftig nicht mehr fahren zu dürfen, lohnt er nur bei Laufleistungen deutlich über 15.000km pro Jahr.
Erdgas: Amortisiert sich in etwa genauso schnell wie ein Diesel gegenüber dem Benziner. Genauso schnell macht er sich auch gegenüber dem Diesel bezahlt.
Für wen ist jetzt also welcher Antrieb geeignet. Der Elektroantrieb ist derzeit etwas für Idealisten und Optimisten. Aus heutiger Sicht lohnt er sich finanziell nicht. Selbst wenn die Benzinpreise steigen und der Preis für Ökostrom stagniert wird er sich kaum jemals finanziell lohnen. Dafür fährt man heute bereits ein Stück Zukunft und belastet die Umwelt viel weniger. Die Einfahrt in Innenstädte ist auf die nächste Zeit gesichert und möglicherweise steigt der Gebrauchtwert sogar, sofern Innenstadtzugänge beschränkt werden.
Finanziell lohnt sich für Wenigfahrer in erster Linie der Benzinmotor. Andere Antriebe bringen erst nach über 100.000km einen finanziellen Nutzen. Wer weniger als 15.000km pro Jahr fährt erreicht die erst sehr spät. Dafür sind Benziner auf dem Gebrauchtmarkt stabiler, da sie durch Auflagen weniger gegängelt werden. Großstadtbewohner müssen derzeit ihre alten Diesel mit hohen Abschlägen verkaufen.
Für Vielfahrer lohnt sich finanziell eindeutig der Erdgasantrieb. Er rentiert sich ungefähr genauso schnell wie ein Diesel - ist aber ab diesem Zeitpunkt auch dem Diesel voraus. Mittlerweile sind die Reichweitenprobleme durch große Tanks weitgehend im Griff. Der Tank hält in etwa für 350km. Was für gewöhnliche Fahrten völlig ausreichend ist. Der geringe Schadstoffausstoß ist selbst dem Benziner überlegen. Der Diesel wäre nur Kunden zu empfehlen die oft sehr weite Strecken am Stück fahren und so vom seltenen Nachtanken profitieren bzw. sehr oft ins Ausland fahren; da dort die Tankstellendichte noch niedriger ist.
Wer heute möglichst umweltfreundlich fahren möchte, sich dabei jedoch nicht einschränken will und keinen hohen Aufschlag zu zahlen bereit ist, sollte zum Erdgasfahrzeug greifen.
Als Beispiel nehme ich den weit verbeiteten Golf. Basis ist hier die Variante "Comfortline" als 5 Türer mit Metalliclackierung, Navi, 7 Gang Automatik und Klimaautomatik.
Schauen wir uns die Versionen an:
E-Golf als rein elektrisches Fahrzeug für 35.750€. Dafür stößt er 0g CO2 aus und kostet keine KFZ Steuer. Er verbraucht nach Norm 12,7kw/h und fährt damit theoretisch 190km weit. Im Alltag sind es eher 130... also in etwa 1/3 höherer Verbrauch.
Der mit 1.2TSI kostet 25.290€ und stößt 115g CO2 je Kilometer aus. Das entspricht 5,0l Superbenzin und für die Steuer fallen 58€ pro Jahr an. Spritmonitor gibt 6,3l als Realverbrauch an.
Als Diesel mit 1.6TDI sind es nur 102g CO2 bzw. 3,9l Diesel. Bei der Steuer schlägt dies mit 166€ zu Buche. Der Neuwagen kostet laut Liste 27.590€. Spritmonitor.de spricht von einem Verbrauch von 5,48l.
VW bietet dieses Modell auch als Erdgasmodell an. Unter dem Namen 1.4TGI werden 5,2m³ (3,4KG) Erdgas verbraucht bzw. 92g CO2 emittiert. KFZ Steuer sind nur 28€. Der Händler verlangt hier jedoch schon 29.115€. Spritmonitor hat hierzu noch keine Werte.
Die Preisunterschiede sind enorm. Der E-Golf hat zwar eine etwas bessere Ausstattung, dafür ist beim Händler nicht mit einem Rabatt zu rechnen. Über 10.000€ Auspreis muss man für den E-Golf gegenüber dem Benziner fahren. Durch die KFZ Steuer bekommt man die Aufpreise nie wieder rein. Wie sieht es mit dem Verbrauch aus?
Anfang April kostet die KWh 0,26€; Benzin 1,47; Diesel 1,32€ und Erdgas 1,16€ pro KG.
Bei einer Jahresfahrleistung von 15.000km/30.000km kämen somit folgende Kosten zusammen:
Elektro: 495€/991€
Benzin: 1160€/2263€
Diesel: 938€/1710€
Erdgas: 620€/1211€
Oder anders die Berechnung nach wie vielen Kilometern sich die Fahrzeuge gegenüber dem Wettbewerber lohnen (ohne Steuer):
Elektro gegenüber Benzin nach: 258.271km - also mehr als ein normaler Golf jemals gefahren wird. Bei Diesel und Erdgas ist die Bilanz noch fataler.
Diesel: Gegenüber dem Benziner erst nach über 100.000km. Aufgrund der hohen KFZ Steuer und der Gefahr in Umweltzonen zukünftig nicht mehr fahren zu dürfen, lohnt er nur bei Laufleistungen deutlich über 15.000km pro Jahr.
Erdgas: Amortisiert sich in etwa genauso schnell wie ein Diesel gegenüber dem Benziner. Genauso schnell macht er sich auch gegenüber dem Diesel bezahlt.
Für wen ist jetzt also welcher Antrieb geeignet. Der Elektroantrieb ist derzeit etwas für Idealisten und Optimisten. Aus heutiger Sicht lohnt er sich finanziell nicht. Selbst wenn die Benzinpreise steigen und der Preis für Ökostrom stagniert wird er sich kaum jemals finanziell lohnen. Dafür fährt man heute bereits ein Stück Zukunft und belastet die Umwelt viel weniger. Die Einfahrt in Innenstädte ist auf die nächste Zeit gesichert und möglicherweise steigt der Gebrauchtwert sogar, sofern Innenstadtzugänge beschränkt werden.
Finanziell lohnt sich für Wenigfahrer in erster Linie der Benzinmotor. Andere Antriebe bringen erst nach über 100.000km einen finanziellen Nutzen. Wer weniger als 15.000km pro Jahr fährt erreicht die erst sehr spät. Dafür sind Benziner auf dem Gebrauchtmarkt stabiler, da sie durch Auflagen weniger gegängelt werden. Großstadtbewohner müssen derzeit ihre alten Diesel mit hohen Abschlägen verkaufen.
Für Vielfahrer lohnt sich finanziell eindeutig der Erdgasantrieb. Er rentiert sich ungefähr genauso schnell wie ein Diesel - ist aber ab diesem Zeitpunkt auch dem Diesel voraus. Mittlerweile sind die Reichweitenprobleme durch große Tanks weitgehend im Griff. Der Tank hält in etwa für 350km. Was für gewöhnliche Fahrten völlig ausreichend ist. Der geringe Schadstoffausstoß ist selbst dem Benziner überlegen. Der Diesel wäre nur Kunden zu empfehlen die oft sehr weite Strecken am Stück fahren und so vom seltenen Nachtanken profitieren bzw. sehr oft ins Ausland fahren; da dort die Tankstellendichte noch niedriger ist.
Wer heute möglichst umweltfreundlich fahren möchte, sich dabei jedoch nicht einschränken will und keinen hohen Aufschlag zu zahlen bereit ist, sollte zum Erdgasfahrzeug greifen.
Montag, 31. März 2014
Verkehrsunfallstatistik
Auch 2013 fiel die Unfallstatistik auf einen neuen Tiefstwert von nur noch 3340 Todesopfern. Also erstmals ein Wert von weniger als 10 Toten pro Tag. Die Unfallzahlen bleiben jedoch seit Jahren relativ konstant.
Zeit sich mal genauer anzuschauen wo die Ursachen liegen. Die generelle Senkung der Mortalität ist vornehmlich der steigenden Sicherheit zu verdanken. Auch wenn sich so manch ein Unfall nicht verhindern lässt, werden Unfälle abgemildert und Verletzungen gar vermieden.
Dieses und viele andere Mechanismen sorgen schon seit Jahren für einen stetigen Rückgang der Unfallzahlen. Zu beachten seien hier Tempolimits, Alkoholgrenzen, aber auch technische Neuerungen wie Mobiltelefone. Dank ihnen sinkt die Zeit zwischen Unfall und Alarmierung der Rettungskräfte oft um mehrere - lebensrettende - Minuten.
Interessanter sind jedoch die Ursachen aktueller Unfälle und deren Opfer. Überraschenderweise ist nicht Geschwindigkeit die Ursache der meisten Unfälle mit Verletzten, sondern Abbiegeunfälle. Aber auch Alkohol ist mit 5% für mehr Verletzte verantwortlich als das Überholen. Ganze 80 Menschen starben vergangenes Jahr auf den Straßen durch Alkoholeinfluss. Der Hauptort für Verkehrstote sind Landstraßen. Hier wird mit recht hoher Geschwindigkeit gefahren, obwohl die Sicherheit wie auf der Autobahn nicht gegeben ist. Auf letzterer gibt es die wenigsten Verkehrstoten - selbst im Stadtverkehr sterben deutlich mehr. Man bedenke - ca. 11% sterben auf der Autobahn obwohl dort 1/3 der jährlichen Fahrleistung zurückgelegt wird. Hier ist das Risiko - entgegen der öffentlichen Wahrnehmung - also besonders gering.
Die Tempolimitdebatte kann man nicht eindeutig beantworten. 2012 kamen durch nicht angepasste Geschwindigkeit 179 Menschen auf der Autobahn zu tode (das ist fast die Hälfte aller Autobahntodesfälle). Eine an sich schon sehr niedrige Menge. Unklar wäre, wie viele der Unfälle durch ein Tempolimit vermeidbar wären. Auf Landstraßen ist die prozentuale Quote fast genauso hoch - trotz Tempolimit. Der Grund liegt hier in der Definition von "unangepasste Geschwindigkeit". Dies sind 230km/h genauso wie 100km/h wo 80 erlaubt sind oder selbst 120km/h in Bereichen ohne Tempolimit aber starkem Regen. Die Quote an Hochgeschwindigkeitsunfällen dürfte unter dieser Menge weniger als die Hälfte der Fälle ausmachen.
Auf Landstraßen sind Hauptursache in Verbindung mit überhöhter Geschwindigkeit Kurvenunfälle und Baumunfälle.
Nun zu der Frage: Wer stirbt eigentlich?
Nur die Hälfte sind PKW-Insassen. Der Rest geht fast komplett auf Fußgänger, Radfahrer und Motorradfahrer. Die Altersgruppen überraschen auch. Während die Gruppe der Senioren seit Jahren stagniert, sterben immer weniger Fahrer unter 25 Jahren. Präventionskampagnen scheinen Wirkung zu zeigen.
Zeit sich mal genauer anzuschauen wo die Ursachen liegen. Die generelle Senkung der Mortalität ist vornehmlich der steigenden Sicherheit zu verdanken. Auch wenn sich so manch ein Unfall nicht verhindern lässt, werden Unfälle abgemildert und Verletzungen gar vermieden.
Dieses und viele andere Mechanismen sorgen schon seit Jahren für einen stetigen Rückgang der Unfallzahlen. Zu beachten seien hier Tempolimits, Alkoholgrenzen, aber auch technische Neuerungen wie Mobiltelefone. Dank ihnen sinkt die Zeit zwischen Unfall und Alarmierung der Rettungskräfte oft um mehrere - lebensrettende - Minuten.
Interessanter sind jedoch die Ursachen aktueller Unfälle und deren Opfer. Überraschenderweise ist nicht Geschwindigkeit die Ursache der meisten Unfälle mit Verletzten, sondern Abbiegeunfälle. Aber auch Alkohol ist mit 5% für mehr Verletzte verantwortlich als das Überholen. Ganze 80 Menschen starben vergangenes Jahr auf den Straßen durch Alkoholeinfluss. Der Hauptort für Verkehrstote sind Landstraßen. Hier wird mit recht hoher Geschwindigkeit gefahren, obwohl die Sicherheit wie auf der Autobahn nicht gegeben ist. Auf letzterer gibt es die wenigsten Verkehrstoten - selbst im Stadtverkehr sterben deutlich mehr. Man bedenke - ca. 11% sterben auf der Autobahn obwohl dort 1/3 der jährlichen Fahrleistung zurückgelegt wird. Hier ist das Risiko - entgegen der öffentlichen Wahrnehmung - also besonders gering.
Die Tempolimitdebatte kann man nicht eindeutig beantworten. 2012 kamen durch nicht angepasste Geschwindigkeit 179 Menschen auf der Autobahn zu tode (das ist fast die Hälfte aller Autobahntodesfälle). Eine an sich schon sehr niedrige Menge. Unklar wäre, wie viele der Unfälle durch ein Tempolimit vermeidbar wären. Auf Landstraßen ist die prozentuale Quote fast genauso hoch - trotz Tempolimit. Der Grund liegt hier in der Definition von "unangepasste Geschwindigkeit". Dies sind 230km/h genauso wie 100km/h wo 80 erlaubt sind oder selbst 120km/h in Bereichen ohne Tempolimit aber starkem Regen. Die Quote an Hochgeschwindigkeitsunfällen dürfte unter dieser Menge weniger als die Hälfte der Fälle ausmachen.
Auf Landstraßen sind Hauptursache in Verbindung mit überhöhter Geschwindigkeit Kurvenunfälle und Baumunfälle.
Nun zu der Frage: Wer stirbt eigentlich?
Nur die Hälfte sind PKW-Insassen. Der Rest geht fast komplett auf Fußgänger, Radfahrer und Motorradfahrer. Die Altersgruppen überraschen auch. Während die Gruppe der Senioren seit Jahren stagniert, sterben immer weniger Fahrer unter 25 Jahren. Präventionskampagnen scheinen Wirkung zu zeigen.
Samstag, 8. Februar 2014
Citroen C4 Cactus
Das bisher mutigste Auto des Jahres hat diese Tage Citroen vorgestellt. Mit dem neuen C4 Cactus möchten die Franzosen ein, nach ihrer Aussage, neues Auto für das Volk bauen - ganz im Sinne der seligen Ente.
Was ist so besonders an dem Auto?
Zunächst mag man an das Design denken. Der Wagen wurde nahezu 1:1 vom Konzeptfahrzeug übernommen und sieht sehr nach Studie aus. Mit ungewöhnlichem Design spielen aber viele rum. Auch der Preis des Wagens, der sich zwischen Kleinwagen und Kompaktklasse bewegt, ist zwar sehr gut... aber wird von Dacia auch zukünftig weiterhin unterboten.
Besonders ist das Grundkonzept des Autos. Citroen hat mal das umgesetzt was so viele Kunden in diversen Kommentaren immer fordern. Ein einfaches Auto ohne Schnickschnack. Es soll lange halten und niedrige Reperaturkosten haben. Außerdem soll es sich von allen anderen Marken abheben, sparsam sein und billig.
Der Voraussichtliche Basispreis von 13500€ ist sehr niedrig. Einfach ist es auch. Der Innenraum hat nur das Nötigste und ist trotz allem stilvoll gestaltet. Ein paar nette neue Ablagen gibt es. Dennoch ist der Innenraum eher unspektakulär. Besonders ist tatsächlich das Gewicht und die Außengestaltung. Durch Weglassung aller möglicher unnötigen Teile konnte das Gewicht auf sensationelle 965KG gedrückt werden - die Konkurrenz hat 200-400kg mehr Gewicht. Dadurch kann man kleine Motoren verwenden und durch die neutrale Auslesgung auch ein simples Fahrwerk bauen. So spart man weiter. Nicht nur am Gewicht, sondern auch am Verbrauch. Der sparsamste Diesel soll trotz 100PS nur 3,1L Diesel verbrauchen und wäre somit der sparsamste Diesel auf dem Weltmarkt.
Im Außenbereich verbaut man zum einen viel Kunststoffbeplankungen und sogenannte "Airbumps" die dank Luftpolstern das Auto vor Beulen schützen. Die Sorgen in Parkhäusern dürften entfallen.
Also ein sensationelles Fahrzeug. Günstig in der Anschaffung; sparsam im Verbrauch und billig in der Reperatur. Dennoch habe ich Zweifel an einem großen Erfolg dieses Autos. Theoretisch wäre es genau das was Citroen Kunden wünschen. Nur zwischen Wunsch und Realität liegen gerade beim Autokauf oft Welten. Die ganzen Wünsche gibt es schon lange... die Fahrzeuge auf den Topplätzen der Zulassungsstatistik besagen aber das genaue Gegenteil. Erfolg wäre Citroen allein für diesen Mut zu wünschen. So recht glauben mag ich daran aber nicht.
Was ist so besonders an dem Auto?
Zunächst mag man an das Design denken. Der Wagen wurde nahezu 1:1 vom Konzeptfahrzeug übernommen und sieht sehr nach Studie aus. Mit ungewöhnlichem Design spielen aber viele rum. Auch der Preis des Wagens, der sich zwischen Kleinwagen und Kompaktklasse bewegt, ist zwar sehr gut... aber wird von Dacia auch zukünftig weiterhin unterboten.
Besonders ist das Grundkonzept des Autos. Citroen hat mal das umgesetzt was so viele Kunden in diversen Kommentaren immer fordern. Ein einfaches Auto ohne Schnickschnack. Es soll lange halten und niedrige Reperaturkosten haben. Außerdem soll es sich von allen anderen Marken abheben, sparsam sein und billig.
Der Voraussichtliche Basispreis von 13500€ ist sehr niedrig. Einfach ist es auch. Der Innenraum hat nur das Nötigste und ist trotz allem stilvoll gestaltet. Ein paar nette neue Ablagen gibt es. Dennoch ist der Innenraum eher unspektakulär. Besonders ist tatsächlich das Gewicht und die Außengestaltung. Durch Weglassung aller möglicher unnötigen Teile konnte das Gewicht auf sensationelle 965KG gedrückt werden - die Konkurrenz hat 200-400kg mehr Gewicht. Dadurch kann man kleine Motoren verwenden und durch die neutrale Auslesgung auch ein simples Fahrwerk bauen. So spart man weiter. Nicht nur am Gewicht, sondern auch am Verbrauch. Der sparsamste Diesel soll trotz 100PS nur 3,1L Diesel verbrauchen und wäre somit der sparsamste Diesel auf dem Weltmarkt.
Im Außenbereich verbaut man zum einen viel Kunststoffbeplankungen und sogenannte "Airbumps" die dank Luftpolstern das Auto vor Beulen schützen. Die Sorgen in Parkhäusern dürften entfallen.
Also ein sensationelles Fahrzeug. Günstig in der Anschaffung; sparsam im Verbrauch und billig in der Reperatur. Dennoch habe ich Zweifel an einem großen Erfolg dieses Autos. Theoretisch wäre es genau das was Citroen Kunden wünschen. Nur zwischen Wunsch und Realität liegen gerade beim Autokauf oft Welten. Die ganzen Wünsche gibt es schon lange... die Fahrzeuge auf den Topplätzen der Zulassungsstatistik besagen aber das genaue Gegenteil. Erfolg wäre Citroen allein für diesen Mut zu wünschen. So recht glauben mag ich daran aber nicht.
Montag, 27. Januar 2014
Die Kritik am ADAC ist richtig
Derzeit steht der ADAC in starker Kritik. Korruption, Manipulation und vieles mehr wird ihm vorgeworfen. Währenddessen stellen sich viele Mitglieder hinter den Verein. Es sei ein normaler Verein und die Vorgänge nicht verboten.
Genau hier liegt jedoch der Grund für die Kritik. Wenn ein Geschäftsführer eines Großkonzerns sich durch die Gegend fliegen lässt, ist das etwas anderes als bei einem Vereinspräsidenten der sich als auch immer wieder als Verein darstellt. Der ADAC legt großen Wert auf den Status der Vereinigung und spielt sich in der Öffentlichkeit als Vertreter der Belange der Autofahrer auf. Immer wieder wird auf die enorme Menge der Mitglieder verwiesen für die man spreche. Da erscheint es unpassend zu Veranstaltungen zu fliegen - auf Kosten der Mitglieder die oft nur Pannenschutz wünschen.
Jetzt zeigt sich für welch kleinen Kreis der ADAC wirklich spricht. Bei der Wahl zum Gelben Engel nahm kaum jemand Teil. 3400 Stimmen für das Siegerauto erscheint wenig, wenn man bedenkt, dass allein Volkswagen hat mehr Standorte als Wähler stimmen abgegeben haben. Es müsste nur an jedem Standort der Chef abstimmen um den Wahlausgang zu ändern. Werksmitarbeiter sind hier gar nicht eingerechnet. Viel mehr noch, die ADAC Mitglieder scheint es gar nicht zu interessieren was jetzt das Lieblingsauto werden soll. Bei so wenig Beteiligung ist fraglich ob der ADAC überhaupt im Namen seiner Mitglieder sprechen kann.
Generell verliert der ADAC an Glaubwürdigkeit. Wie soll man seine Mitglieder beraten, wenn man selbst Wettbewerber auf dem Markt ist? Ein Autoreifentest wird schwierig wenn Continental größter Werbepartner ist. Autoversicherungen? Der ADAC berät, ist aber gleichzeitig selbst Anbieter. Fernbusse? Der ADAC versucht gerade durch Preisdumping die Konkurrenz vom Markt zu drängen. Faire BEratung also unmöglich. Da der ADAC mittlerweile alles vom Pannenschutz bis zur Autovermietung anbietet, kann er somit gar nicht im Namen seiner Mitglieder sprechen ohne Eigeninteressen dabei zu verfolgen.
Der ADAC sollte die Konsequenz ziehen und vom Status eines Vereins auf die einer Gesellschaft umsteigen. Das wäre den Kunden gegenüber nur fair.
Genau hier liegt jedoch der Grund für die Kritik. Wenn ein Geschäftsführer eines Großkonzerns sich durch die Gegend fliegen lässt, ist das etwas anderes als bei einem Vereinspräsidenten der sich als auch immer wieder als Verein darstellt. Der ADAC legt großen Wert auf den Status der Vereinigung und spielt sich in der Öffentlichkeit als Vertreter der Belange der Autofahrer auf. Immer wieder wird auf die enorme Menge der Mitglieder verwiesen für die man spreche. Da erscheint es unpassend zu Veranstaltungen zu fliegen - auf Kosten der Mitglieder die oft nur Pannenschutz wünschen.
Jetzt zeigt sich für welch kleinen Kreis der ADAC wirklich spricht. Bei der Wahl zum Gelben Engel nahm kaum jemand Teil. 3400 Stimmen für das Siegerauto erscheint wenig, wenn man bedenkt, dass allein Volkswagen hat mehr Standorte als Wähler stimmen abgegeben haben. Es müsste nur an jedem Standort der Chef abstimmen um den Wahlausgang zu ändern. Werksmitarbeiter sind hier gar nicht eingerechnet. Viel mehr noch, die ADAC Mitglieder scheint es gar nicht zu interessieren was jetzt das Lieblingsauto werden soll. Bei so wenig Beteiligung ist fraglich ob der ADAC überhaupt im Namen seiner Mitglieder sprechen kann.
Generell verliert der ADAC an Glaubwürdigkeit. Wie soll man seine Mitglieder beraten, wenn man selbst Wettbewerber auf dem Markt ist? Ein Autoreifentest wird schwierig wenn Continental größter Werbepartner ist. Autoversicherungen? Der ADAC berät, ist aber gleichzeitig selbst Anbieter. Fernbusse? Der ADAC versucht gerade durch Preisdumping die Konkurrenz vom Markt zu drängen. Faire BEratung also unmöglich. Da der ADAC mittlerweile alles vom Pannenschutz bis zur Autovermietung anbietet, kann er somit gar nicht im Namen seiner Mitglieder sprechen ohne Eigeninteressen dabei zu verfolgen.
Der ADAC sollte die Konsequenz ziehen und vom Status eines Vereins auf die einer Gesellschaft umsteigen. Das wäre den Kunden gegenüber nur fair.
Sonntag, 22. Dezember 2013
Die IAA und die Last groß zu sein.
Positiv hervorzuheben ist
beispielsweise Porsche. Im 911 und selbst im Cayman sitze ich
hinreichend bequem und kann das Auto sicher fahren. Der Blick auf die
Straße ist gut. Ein ähnlich gutes Fazit konnte ich bei einer
Sitzprobe im Nissan GT-R ziehen. Drei Sportwagen in denen ich
hervorragend sitze.
Generell kann ich den
Volkswagen-Konzern loben. In allen Modellen sitze ich mindestens
mäßig und in den meisten sogar gut. Selbst im kleinen Skoda Citigo
kann ich noch halbwegs bequem sitzen.
Bei vielen anderen Modellen ist das
Fazit viel schlechter. Der Volvo V40 ist ein typisches
Negativbeispiel. Zwar lässt sich hier der Sitz auf eine adäquate
Position verstellen. Allerdings ist das Dach soweit vorgezogen, dass
mein halbes Sichtfeld einnimmt. So Auto zu fahren wäre
verantwortungslos.
Oftmals ist es auch umgedreht. Der
Mercedes CLA ist da ein trauriges Beispiel. Die Haare berühren
bereits das Dach und und trotzdem kann man nach vorne fast nichts
sehen. Nach vorne ist der Wagen nicht abschätzbar. Wer Mercedes will
sollte mindestens C-Klasse kaufen... und wirklich gut wird der Blick
erst ab E-Klasse.
Wer glaubt SUV und Vans verschaffen
generell Abhilfe irrt mal wieder. Bei Subaru (Video) sitzt man zwar
bequem und kann gut auf die Straße schauen. Die Sitzposition in
Verbindung mit einem schlecht verbauten Lenkrad erlauben jedoch kein
Kuppeln. Eigentlich sollte im Nissan Evalia genügend Platz sein für
eine ganze Großfamilie – und einen großen Fahrer. Zwar kann man
das Auto schon verfahren, sitzt aber sehr verkrampft auf dem Platz.
Da es aufgrund der sehr niedrigen Sitze im Fahrgastraum allen so
geht, ist es immerhin fair.
Manche Marken wollen große Menschen
gar nicht als Kunden haben. Toyota ist eine von ihnen. Bei sämtlichen
Modellen mit Tempomat ist der Wählhebel so positioniert, dass er vom
Bein des Fahrers permanent betätigt wird. Die meisten Modelle haben
einen serienmäßigen Tempomat.
Es gibt aber auch noch Lichtblicke.
Besonders positiv in Erinnerung bleibt der Hyundai ix20 und dessen
Schwestermodell Kia Venga. Ich sitze als Fahrer absolut bequem und
hinter mir passt noch ein 1,80m großer Mitfahrer ins Auto.
Zusätzlich bleibt noch ein beachtlicher Kofferraum über. Und das
alles in einem Auto das auf einem Kleinwagen basiert. Beachtlich.
Dienstag, 17. Dezember 2013
Neue Mercedes C-Klasse (W205)
Mercedes hat gerade die neue Generation der C-Klasse vorgestellt. Nach genau sieben Jahren Bauzeit wird das bisherige Modell zum März kommenden Jahres eingestellt. Der recht kurze Modellzyklus setzt sich bei vielen Herstellern durch und die bisherige C-Klasse wurde oft kritisiert. Der Nachfolger löst sämtliche Kritikpunkte - bringt aber wiederum neue mit.
Um die beengten Platzverhältnisse des Vorgängers zu lösen wuchs das neue Modell um zehn Zentimeter und kratzt nun an der 4,70m Marke und ist sieben Zentimeter länger als der noch frische 3er BMW. Am häufigsten wurde bislang der sehr triste Innenraum kritisiert, der bei Markteinführung des W204 von Fachpresse und Kunden als "nicht Premium" verschmäht wurde. Hier hat allerdings das Facelift 2011 schon die gröbsten Kritikpunkte beseitigt. Der W205 zieht jetzt mit einem sehr hochwertigen Innenraum an der bayerischen Konkurrenz vorbei - wobei man hier auf den ebenfalls 2014 erscheinenden A4 gespannt sein darf.
Was ist noch neu? Zahlreiche Assistenzsysteme aus der Oberklasse finden nun den Weg in die untere Mittelklasse. Erstmals bei Mercedes auch ein Head-Up-Display. Wobei dieses bei BMW schon seit vielen Jahren verfügbar ist. Dank Abstandsregeltempomat, vielen Kameras etc. dürfte Mercedes derzeit das sicherste Auto seiner Klasse stellen. Nebenbei möchte man mit der optionalen Luftfederung auch gleichzeitig im Komfort die Benchmark setzen, denn diese ist in der unteren Mittelklasse damit einmalig.
Sehr viel getan hat sich auch im Verbrauch der neuen C-Klasse. Dank einem, in dieser Klasse neuartigen, Aluminiumleichtbau sparen die Stuttgarter bis zu 100KG Gewicht im Vergleich zum kleineren Vorgänger und den aktuellen Konkurrenten ein. Im C200 wurde zusätzlich eine neue Motorengeneration eingeführt.
Ist die Ersparnis sichtbar? Zunächst lässt sich diese Frage eindeutig bejahen. Der Blick ins Datenblatt zeigt für den Einstiegsbenziner C180 mit 156PS nur 5,0 Liter Super an. Ein phänomenaler Wert, den viele Kleinwagen kaum erreichen. Der Vorgänger verbrauchte 2007 noch 2,5l mehr! Auch der größere Benziner C200 verbraucht nur 5,3l bei 184PS Leistung und der bereits aus dem W204 bekannte 170PS starke Diesel C220 BlueTEC soll mit nur 4,3l auskommen.
Wer genauer hinschaut bemerkt die Tricks mit denen Mercedes gearbeitet hat. Der Kraftstofftank ist mit 41Litern erstaunlich klein, ist aber durch geringeres Gewicht im offiziellen Messverfahren im Vorteil. Genauso steigt der Verbrauch der Benziner schnell auf 5,7Liter an, sofern eine Automatik gewählt wird und andere Felgen verwendet werden. Von Werk aus sind aerodynamisch optimierte verbaut. Die senken den Verbrauch, werden vom Kunden jedoch als unschön wahrgenommen. In der Praxis werden Kunden aufpreispflichte Felgen wählen. Auch wenn der Verbrauch schnell steigt und in der Realität sicher bei 7-8Litern liegen wird, ist es dennoch wegweisend wenig.
Im Gegensatz dazu steigen die Preise gehörig. Der Basispreis hat sich zwar kaum verändert, aber die Aufpreispolitik wird immer absurder. Ein "nackter" C180 ist für unter 34000€ zu kaufen. Dabei ist man mit sparsamer Ausstattung schon schnell über der 40.000€ Marke - und dafür sind viele der Fahrassistenten oder Komfortextras noch nicht enthalten. Wer sich eine C-Klasse gut ausstattet durchbricht dabei zwingend die 60.000€ Marke. Mercedes erreicht die Preiserhöhung durch oftmals absurde Aufpreise für eigentlich obligatorische Extras. Extras wie das "Start-Paket" mit klassentypischen Pflichtdetails wie z.B. Klimaautomatik, dem 66Liter Kraftstofftank und Sitzheizung kostet fast 1300€. Ein Automatikgetriebe schlägt mit 2500€ zu. Die obligatorische Metalliclackierung erfordert ebenfalls wieder fast 1000€. Innenraumpakete... Exterieurpakete... LED-Scheinwerfer... Navigationssystem. Und die Aufpreisliste steigt und steigt. Eine solche Aufpreispolitik verfolgen alle deutschen Hersteller um die wahren Preise zu kaschieren denn bei realistischer Einpreisung würde das Basismodell bereits bei 40.000€ liegen - was viele Kunden abschrecken würde.
Alles in allem ein sehr gelungenes Auto, dass sich zumindest kurzfristig als Klassenprimus sehen darf.
Um die beengten Platzverhältnisse des Vorgängers zu lösen wuchs das neue Modell um zehn Zentimeter und kratzt nun an der 4,70m Marke und ist sieben Zentimeter länger als der noch frische 3er BMW. Am häufigsten wurde bislang der sehr triste Innenraum kritisiert, der bei Markteinführung des W204 von Fachpresse und Kunden als "nicht Premium" verschmäht wurde. Hier hat allerdings das Facelift 2011 schon die gröbsten Kritikpunkte beseitigt. Der W205 zieht jetzt mit einem sehr hochwertigen Innenraum an der bayerischen Konkurrenz vorbei - wobei man hier auf den ebenfalls 2014 erscheinenden A4 gespannt sein darf.
Was ist noch neu? Zahlreiche Assistenzsysteme aus der Oberklasse finden nun den Weg in die untere Mittelklasse. Erstmals bei Mercedes auch ein Head-Up-Display. Wobei dieses bei BMW schon seit vielen Jahren verfügbar ist. Dank Abstandsregeltempomat, vielen Kameras etc. dürfte Mercedes derzeit das sicherste Auto seiner Klasse stellen. Nebenbei möchte man mit der optionalen Luftfederung auch gleichzeitig im Komfort die Benchmark setzen, denn diese ist in der unteren Mittelklasse damit einmalig.
Sehr viel getan hat sich auch im Verbrauch der neuen C-Klasse. Dank einem, in dieser Klasse neuartigen, Aluminiumleichtbau sparen die Stuttgarter bis zu 100KG Gewicht im Vergleich zum kleineren Vorgänger und den aktuellen Konkurrenten ein. Im C200 wurde zusätzlich eine neue Motorengeneration eingeführt.
Ist die Ersparnis sichtbar? Zunächst lässt sich diese Frage eindeutig bejahen. Der Blick ins Datenblatt zeigt für den Einstiegsbenziner C180 mit 156PS nur 5,0 Liter Super an. Ein phänomenaler Wert, den viele Kleinwagen kaum erreichen. Der Vorgänger verbrauchte 2007 noch 2,5l mehr! Auch der größere Benziner C200 verbraucht nur 5,3l bei 184PS Leistung und der bereits aus dem W204 bekannte 170PS starke Diesel C220 BlueTEC soll mit nur 4,3l auskommen.
Wer genauer hinschaut bemerkt die Tricks mit denen Mercedes gearbeitet hat. Der Kraftstofftank ist mit 41Litern erstaunlich klein, ist aber durch geringeres Gewicht im offiziellen Messverfahren im Vorteil. Genauso steigt der Verbrauch der Benziner schnell auf 5,7Liter an, sofern eine Automatik gewählt wird und andere Felgen verwendet werden. Von Werk aus sind aerodynamisch optimierte verbaut. Die senken den Verbrauch, werden vom Kunden jedoch als unschön wahrgenommen. In der Praxis werden Kunden aufpreispflichte Felgen wählen. Auch wenn der Verbrauch schnell steigt und in der Realität sicher bei 7-8Litern liegen wird, ist es dennoch wegweisend wenig.
Im Gegensatz dazu steigen die Preise gehörig. Der Basispreis hat sich zwar kaum verändert, aber die Aufpreispolitik wird immer absurder. Ein "nackter" C180 ist für unter 34000€ zu kaufen. Dabei ist man mit sparsamer Ausstattung schon schnell über der 40.000€ Marke - und dafür sind viele der Fahrassistenten oder Komfortextras noch nicht enthalten. Wer sich eine C-Klasse gut ausstattet durchbricht dabei zwingend die 60.000€ Marke. Mercedes erreicht die Preiserhöhung durch oftmals absurde Aufpreise für eigentlich obligatorische Extras. Extras wie das "Start-Paket" mit klassentypischen Pflichtdetails wie z.B. Klimaautomatik, dem 66Liter Kraftstofftank und Sitzheizung kostet fast 1300€. Ein Automatikgetriebe schlägt mit 2500€ zu. Die obligatorische Metalliclackierung erfordert ebenfalls wieder fast 1000€. Innenraumpakete... Exterieurpakete... LED-Scheinwerfer... Navigationssystem. Und die Aufpreisliste steigt und steigt. Eine solche Aufpreispolitik verfolgen alle deutschen Hersteller um die wahren Preise zu kaschieren denn bei realistischer Einpreisung würde das Basismodell bereits bei 40.000€ liegen - was viele Kunden abschrecken würde.
Alles in allem ein sehr gelungenes Auto, dass sich zumindest kurzfristig als Klassenprimus sehen darf.
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