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Mittwoch, 3. Oktober 2012

Aktive vs. passive Sicherheit

In der vergangenen Zeit gibt es immer wieder große Diskussionen um aktive und passive Sicherheit.

Die Kritik an passiver Sicherheit (z.B. Knautschzonen) geht mittlerweile zurück, während die an der aktiven Fahrzeugsicherheit, wozu die Fahrassistenzsysteme gehören, weiterhin hoch ist.
Doch lassen sich gerade da noch große Fortschritte machen. Bei der Crahssicherheit der Autos lässt sich schon heute kaum noch etwas verbessern ohne das Auto massiv zu erschweren. Bei einem "Muster-Crash" aus 64km/h gegen ein stehendes Auto würden die Fahrer in vielen Fällen sogar unverletzt aussteigen.  Allerdings sind auch da Grenzen gesetzt - eine Kollision aus 120km/h mit einem Baum ist auch heute noch tödlich. Das zu ändern wäre weder finanziell noch ökologisch tragbar.

Da steckt der größte Vorteil in den Fahrassistenzsystemen. Denn diese können den Schaden erst vermeiden. Das schützt nicht nur Leben sondern verringert auch Reperaturkosten. Ein weiteres Argument für die aktive Sicherheit: Schon heute sind nur wenige Verkehrstote PKW-Insassen. Ein großer Teil geht auf Motorradfahrer und Fußgänger. Da hilft eine noch so gute Knautschzone nichts.

ABS ist mittlerweile akzeptiert. ESP auch schon weitgehend. So wird der Fahrer in einer Gefahrensituation unterstützt. Abstandsregeltempomaten, Spur- und Totwinkelwarner helfen mittlerweile schon die gefährlichen Situationen generell zu vermeiden.
Eine flächendeckende Ausstattung der Fahrzeuge könnte die Verkehrsunfallrate gegen 0 senken. Hätten alle Fahrzeuge dieses Bremssystem würden Auffahrunfälle weitgehend der Vergangenheit angehören.
Auch die Zukunft verspricht viel, wenn es in Richtung autonomes Fahren geht. So wird an einem Baustellenassistenten gearbeitet und eine Vernetzung mit anderen Fahrzeugen sowie dem Navigationssystem verspricht Komfort und Sicherheit. Bei letzterem würde das Auto den Fahrer warnen wenn er zu schnell in eine Kurve einfahren möchte. Genauso bekäme man Informationen über einen Unfall hinter der nächsten Kurve.

Kraftstoff spart man damit auch. Zum einen ermöglichen solche Systeme ein gleichmäßigeres Fahren und zum anderen könnte man so in Zukunft sogar die passive Sicherheit etwas verringern und so viel Gewicht sparen.

Donnerstag, 27. September 2012

Führerscheintest für Senioren

Ich möchte mich an dieser Stelle deutlich für eine Überprüfung der Fahrtüchtigkeit für Senioren aussprechen.

Was die oft angebrachten Gegenargumente angeht:
- Die Autofahrer relativieren das durch Erfahrung. Das ist unmöglich. Wenn die Reaktionsgeschwindigkeit fehlt, bringt wem Erfahrung nichts mehr. Auch schlechte Sehfähigkeiten können nicht durch eine jahrzehnte lange Fahrpraxis ausgeglichen werden.

- Die Autofahrer merken es selbst wenn sie nicht mehr fahren können. Stimmt auch nicht. Aus Érfahrung bin ich erschüttert wie wenige Menschen einsichtig sind.


Mein Vorschlag an dieser Stelle: Ab 60 Jahren wird verpflichtend eine gesundheitliche Eignungsprüfung in regelmäßigen Abständen durchgeführt. Während man die ersten Untersuchungen noch im 5 Jahresrhytmus macht, werden diese dann mit zunehmenden Alter immer weiter verkürzt (mögliche Prüfalter: 60,65,70, 72,74,76, 77,78,79,...).

Die Untersuchung könnte man primär als rein medizinische Prüfung aufstellen. Also eine Überprüfung der Seh- und Hörleistung sowie der Reaktionen und kognitiven Fähigkeiten. Das hält zunächst die Kosten niedrig - allein weil auch nicht zwingend ein Arzt dafür benötigt werden würde. Sollte dieser Test kritisch sein müsste eine Fahrprüfung angeordnet werden und/oder zusätzlich eine genauere ärztliche Untersuchung. Letzteres wäre beispielsweise bei Herzproblemen angebracht.
Die genauere Untersuchung wäre natürlich teurer, dürfte den meisten Fahrern jedoch erspart bleiben.


Den Erstehilfekurs würde ich hingegen für die gesamte Bevölkerung verpflichtend einführen. Die Kontrolle sollte immer zur Neuausstellung eines Personalausweises erfolgen.

Montag, 17. September 2012

Techniktrend Auto 2/12


Um mal ein wenig Überblick zu behalten bei der großen Flut an neuen Fahrassistenten ein aktueller Überblick.

Derzeit häufig im Angebot sind Spurverlassenswarner und Totwinkelwarner. Diese messen durch Laser oder Kameras ob das Fahrzeug die Spur verlässt oder beim ausscheren ob sich ein Fahrzeug im toten Winkel befindet. In der „aktiven“ Variante kann das Fahrzeug selbsttätig gegenlenken.

Fazit: Der Totwinkelwarner ist sinnvoll, während der Spurverlassenswarner nur wenig Sinn macht. Wer die Spur verlässt sollte das auch ohne Assistent bemerken.

Sehr viele Hersteller führen „City-Stopp-Assistenten“ ein. Die messen wie die unten aufgeführten die Geschwindigkeit zum Objekt vor dem Fahrzeug ein. Wird diese unterschritten, wird eine Bremsung durch das Auto eingeleitet. Viele dieser Systeme sind schon zu Preisen unter 500€ erhältlich. Der Haken dabei: Sie funktionieren nur bei Geschwindigkeiten bis 30km/h.

Fazit: Bedingt sinnvoll. Generell bringen solche Assistenten immer einen Sicherheitsgewinn, jedoch bringt dieser gerade unter 30km/h mit den sehr kurzen Bremswegen so gut wie gar nichts.

Ein breiteres Geschwindigkeitsband decken da die ACC Systeme ab. Je nach Hersteller haben diese Abstandsregeltempomaten unterschiedliche Namen bei gleicher Funktionsweise. Per Radarwellen messen sie den Abstand zum Vordermann. Sie können als Notbremsassistent genutzt werden der sich erst bei Gefahr einschaltet, oder aber auch als Tempomat. So passen sie die Geschwindigkeit immer an die des vorausfahrenden Fahrzeugs an und können auch wieder beschleunigen. Die Preise bewegen sich jedoch bei ca. 2000€ und sind nur mit Automatikgetrieben kombinierbar. Ausnahme sind da die reinen Notbremsassistenten die bei einigen Herstellern keine Automatik benötigen.

Fazit: Sehr sinnvoll. Sie können Auffahrunfälle verhindert oder zumindest abschwächen. Als Tempomat entspannen sie den Fahrer auch auf langen Strecken.

Attention Assyst nennt sich der serienmäßig verbaute Müdigkeitswarner bei Mercedes-Benz. Er warnt den Fahrer wenn dieser müde wird. Dieses Verhalten wird z.B. durch die Lenkbewegungen ausgewertet. Das passiert oft schon bevor sich der Fahrer dieser gefährlichen Müdigkeit selbst bewusst wird.

Fazit: Sehr sinnvoll. Das System ist kostenfrei und kann helfen Unfälle zu vermeiden.

Die Multikollisionsbremse vom Volkswagenkonzern ist ebenfalls eine serienmäßige Einrichtung die z.B. im Golf VII eingeführt wird. Nach einem Verkehrsunfall wird die Bremse aktiviert um ein unkontrolliertes weiterrollen den verunglückten Fahrzeugs zu vermeiden. Dies soll vor weiteren Kollisionen schützen.

Fazit: Sehr sinnvoll. Ein kostenfreies System, das im Falle eines Unfalls den Schaden gering halten soll.