Um mal ein wenig Überblick zu behalten
bei der großen Flut an neuen Fahrassistenten ein aktueller
Überblick.
Derzeit häufig im Angebot sind
Spurverlassenswarner und Totwinkelwarner. Diese messen durch Laser
oder Kameras ob das Fahrzeug die Spur verlässt oder beim ausscheren
ob sich ein Fahrzeug im toten Winkel befindet. In der „aktiven“
Variante kann das Fahrzeug selbsttätig gegenlenken.
Fazit: Der Totwinkelwarner ist
sinnvoll, während der Spurverlassenswarner nur wenig Sinn macht. Wer
die Spur verlässt sollte das auch ohne Assistent bemerken.
Sehr viele Hersteller führen
„City-Stopp-Assistenten“ ein. Die messen wie die unten
aufgeführten die Geschwindigkeit zum Objekt vor dem Fahrzeug ein.
Wird diese unterschritten, wird eine Bremsung durch das Auto
eingeleitet. Viele dieser Systeme sind schon zu Preisen unter 500€
erhältlich. Der Haken dabei: Sie funktionieren nur bei
Geschwindigkeiten bis 30km/h.
Fazit: Bedingt sinnvoll. Generell
bringen solche Assistenten immer einen Sicherheitsgewinn, jedoch
bringt dieser gerade unter 30km/h mit den sehr kurzen Bremswegen so
gut wie gar nichts.
Ein breiteres Geschwindigkeitsband
decken da die ACC Systeme ab. Je nach Hersteller haben diese
Abstandsregeltempomaten unterschiedliche Namen bei gleicher
Funktionsweise. Per Radarwellen messen sie den Abstand zum
Vordermann. Sie können als Notbremsassistent genutzt werden der sich
erst bei Gefahr einschaltet, oder aber auch als Tempomat. So passen
sie die Geschwindigkeit immer an die des vorausfahrenden Fahrzeugs an
und können auch wieder beschleunigen. Die Preise bewegen sich jedoch
bei ca. 2000€ und sind nur mit Automatikgetrieben kombinierbar.
Ausnahme sind da die reinen Notbremsassistenten die bei einigen
Herstellern keine Automatik benötigen.
Fazit: Sehr sinnvoll. Sie können
Auffahrunfälle verhindert oder zumindest abschwächen. Als Tempomat
entspannen sie den Fahrer auch auf langen Strecken.
Attention Assyst nennt sich der
serienmäßig verbaute Müdigkeitswarner bei Mercedes-Benz. Er warnt
den Fahrer wenn dieser müde wird. Dieses Verhalten wird z.B. durch
die Lenkbewegungen ausgewertet. Das passiert oft schon bevor sich der
Fahrer dieser gefährlichen Müdigkeit selbst bewusst wird.
Fazit: Sehr sinnvoll. Das System ist
kostenfrei und kann helfen Unfälle zu vermeiden.
Die Multikollisionsbremse vom
Volkswagenkonzern ist ebenfalls eine serienmäßige Einrichtung die
z.B. im Golf VII eingeführt wird. Nach einem Verkehrsunfall wird die
Bremse aktiviert um ein unkontrolliertes weiterrollen den
verunglückten Fahrzeugs zu vermeiden. Dies soll vor weiteren
Kollisionen schützen.
Fazit: Sehr sinnvoll. Ein kostenfreies
System, das im Falle eines Unfalls den Schaden gering halten soll.
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