Eine kleine Rechnung was ein Antrieb derzeit kostet
Als Beispiel nehme ich den weit verbeiteten Golf. Basis ist hier die Variante "Comfortline" als 5 Türer mit Metalliclackierung, Navi, 7 Gang Automatik und Klimaautomatik.
Schauen wir uns die Versionen an:
E-Golf als rein elektrisches Fahrzeug für 35.750€. Dafür stößt er 0g CO2 aus und kostet keine KFZ Steuer. Er verbraucht nach Norm 12,7kw/h und fährt damit theoretisch 190km weit. Im Alltag sind es eher 130... also in etwa 1/3 höherer Verbrauch.
Der mit 1.2TSI kostet 25.290€ und stößt 115g CO2 je Kilometer aus. Das entspricht 5,0l Superbenzin und für die Steuer fallen 58€ pro Jahr an. Spritmonitor gibt 6,3l als Realverbrauch an.
Als Diesel mit 1.6TDI sind es nur 102g CO2 bzw. 3,9l Diesel. Bei der Steuer schlägt dies mit 166€ zu Buche. Der Neuwagen kostet laut Liste 27.590€. Spritmonitor.de spricht von einem Verbrauch von 5,48l.
VW bietet dieses Modell auch als Erdgasmodell an. Unter dem Namen 1.4TGI werden 5,2m³ (3,4KG) Erdgas verbraucht bzw. 92g CO2 emittiert. KFZ Steuer sind nur 28€. Der Händler verlangt hier jedoch schon 29.115€. Spritmonitor hat hierzu noch keine Werte.
Die Preisunterschiede sind enorm. Der E-Golf hat zwar eine etwas bessere Ausstattung, dafür ist beim Händler nicht mit einem Rabatt zu rechnen. Über 10.000€ Auspreis muss man für den E-Golf gegenüber dem Benziner fahren. Durch die KFZ Steuer bekommt man die Aufpreise nie wieder rein. Wie sieht es mit dem Verbrauch aus?
Anfang April kostet die KWh 0,26€; Benzin 1,47; Diesel 1,32€ und Erdgas 1,16€ pro KG.
Bei einer Jahresfahrleistung von 15.000km/30.000km kämen somit folgende Kosten zusammen:
Elektro: 495€/991€
Benzin: 1160€/2263€
Diesel: 938€/1710€
Erdgas: 620€/1211€
Oder anders die Berechnung nach wie vielen Kilometern sich die Fahrzeuge gegenüber dem Wettbewerber lohnen (ohne Steuer):
Elektro gegenüber Benzin nach: 258.271km - also mehr als ein normaler Golf jemals gefahren wird. Bei Diesel und Erdgas ist die Bilanz noch fataler.
Diesel: Gegenüber dem Benziner erst nach über 100.000km. Aufgrund der hohen KFZ Steuer und der Gefahr in Umweltzonen zukünftig nicht mehr fahren zu dürfen, lohnt er nur bei Laufleistungen deutlich über 15.000km pro Jahr.
Erdgas: Amortisiert sich in etwa genauso schnell wie ein Diesel gegenüber dem Benziner. Genauso schnell macht er sich auch gegenüber dem Diesel bezahlt.
Für wen ist jetzt also welcher Antrieb geeignet. Der Elektroantrieb ist derzeit etwas für Idealisten und Optimisten. Aus heutiger Sicht lohnt er sich finanziell nicht. Selbst wenn die Benzinpreise steigen und der Preis für Ökostrom stagniert wird er sich kaum jemals finanziell lohnen. Dafür fährt man heute bereits ein Stück Zukunft und belastet die Umwelt viel weniger. Die Einfahrt in Innenstädte ist auf die nächste Zeit gesichert und möglicherweise steigt der Gebrauchtwert sogar, sofern Innenstadtzugänge beschränkt werden.
Finanziell lohnt sich für Wenigfahrer in erster Linie der Benzinmotor. Andere Antriebe bringen erst nach über 100.000km einen finanziellen Nutzen. Wer weniger als 15.000km pro Jahr fährt erreicht die erst sehr spät. Dafür sind Benziner auf dem Gebrauchtmarkt stabiler, da sie durch Auflagen weniger gegängelt werden. Großstadtbewohner müssen derzeit ihre alten Diesel mit hohen Abschlägen verkaufen.
Für Vielfahrer lohnt sich finanziell eindeutig der Erdgasantrieb. Er rentiert sich ungefähr genauso schnell wie ein Diesel - ist aber ab diesem Zeitpunkt auch dem Diesel voraus. Mittlerweile sind die Reichweitenprobleme durch große Tanks weitgehend im Griff. Der Tank hält in etwa für 350km. Was für gewöhnliche Fahrten völlig ausreichend ist. Der geringe Schadstoffausstoß ist selbst dem Benziner überlegen. Der Diesel wäre nur Kunden zu empfehlen die oft sehr weite Strecken am Stück fahren und so vom seltenen Nachtanken profitieren bzw. sehr oft ins Ausland fahren; da dort die Tankstellendichte noch niedriger ist.
Wer heute möglichst umweltfreundlich fahren möchte, sich dabei jedoch nicht einschränken will und keinen hohen Aufschlag zu zahlen bereit ist, sollte zum Erdgasfahrzeug greifen.
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Dienstag, 1. April 2014
Freitag, 1. Februar 2013
Das Potential der Elektroautos
Der Hype um Elektroautos lässt mittlerweile spürbar nach. Grund ist die trotz stetig steigendem Angebot die weiterhin niedrige Nachfrage. Erklärbar ist sie durch zu geringe Praxistauglichkeit und dem sehr hohen Preis.
Es kommen jedoch źusätzliche hemmende Faktoren hinzu. Das Wasserstoffauto, das die Reichweitenprobleme der bisherigen Fahrzeuge lösen soll wird mit Sicherheit noch einige Jahre auf sich warten lassen. Real erscheint ein Einsatz in Serienproduktion um 2020 realistisch. Bei Batterieelektrischen Fahrzeugen ist das Angebot schlecht. Man schaue sich das derzetige Angebot an:
Brauchbare vollelektrische Fahrzeuge sind derzeit nur der Smart ED, Renault Twizy, Renault Kangoo Z.E, Nissan Leaf und bedingt auch der Mercedes Vito E-Cell.
Der Nissan Leaf ist für die Stadt allerdings schon recht groß, während der Twizy zwar ein lustiges Gefährt ist, jedoch keinen vollwertigen Autoersatz stellen kann.
Genau da fehlt es. Für die Stadt werden Kleinwagen und leichte Nutzfahrzeuge benötigt. Der Smart ED macht seine Sache gut - deckt jedoch nicht alle Bedürfnisse ab. Unternehmen wie Pflegedienste oder Kleinfamilien benötigen etwas größere Kleinwagen. Am besten wäre da ein Modell der 4m Klasse. Dies fehlt derzeit komplett.
Im Nutzfahrzeugsegment sieht es viel schlimmer aus. Auch hier ist der Kangoo Z.E eine gute Wahl - jedoch für viele Unternehmen viel zu klein. Benötigt würden Kleinstransporter in der 3t- (z.B. VW T5) und 3,5t- Klasse (z.B. Mercedes Sprinter). Geradehier fehlt das Angebot und es ist auch keine Besserung in Sicht.
Das einzige Angebot ist hier der Mercedes Vito E-Cell. Mit nur 60kw/82PS ist er für seine Größe hoffnungslos untermotorisiert. Nun gut in der Stadt kommt man darüber hinweg. Dramatisch sind allerdings die Rahmenbedingungen was die Reichweite angeht und hier zeigen sich die technischen Grenzen an denen alle größeren Batterielektrischen Fahrzeuge scheitern werden. Unter Optimalbedingungen hat der Vito eine Reichweite von 130km (die wird auch nur durch die Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit erreicht). Bei Beladung, sowie im Winter kann die auch unter die Hälfte der angegebenen Distanz schrumpfen. Unter 60km pro Tag bleiben allerdings nur wenige Unternehmen die ganztägig in der Stadt unterwegs sind. Man könnte sicher in Zukunft eine stärkere Batterieverbauen - nur lässt die sich nicht mehr laden. Selbst am Starkstrom braucht der Vito für die Ladung seiner 32kW/h Batterie noch 5h. An einer normalen Steckdose sind es mindestens 10 Stunden. Eine Ladung kann also nur über Nacht erfolgen. Eine weitere Vergrößerung des Akkus wird somit unmöglich. Der Vito bräuchte 40-50kW/h um gut nutzbar zu sein. Allerdings setzt das eine Ladung von über 13h voraus. Beim Einsatz im Sprinter müsste man 50-60kW/h kalkulieren. Mit bis zu 20 Stunden ladezeit wäre der Transporter dann jedoch nicht mehr täglich einsetzbar. Und hier betrachten wir immer noch nur die Kapazitäten fürs urbane Umfeld. An die Verwendung in LKW ist sowieso nicht zu denken - die Ladezeit würde hier mehr als einen Monat betragen.
Letztendlich wird man im Kleinwagensegment aufgrund des sehr hohen Wirkungsgrad in den kommenden Jahren verstärkt Akku-Autos kaufen können. Aufgrund der steigenden Kraftstoffpreise werden diese auch immer lohnenswerter. Allerdings wird man bei Fahrzeuggrößen aber der Kompaktklasse auf die Einführung der Brennstoffzelle warten müssen.
Es kommen jedoch źusätzliche hemmende Faktoren hinzu. Das Wasserstoffauto, das die Reichweitenprobleme der bisherigen Fahrzeuge lösen soll wird mit Sicherheit noch einige Jahre auf sich warten lassen. Real erscheint ein Einsatz in Serienproduktion um 2020 realistisch. Bei Batterieelektrischen Fahrzeugen ist das Angebot schlecht. Man schaue sich das derzetige Angebot an:
Brauchbare vollelektrische Fahrzeuge sind derzeit nur der Smart ED, Renault Twizy, Renault Kangoo Z.E, Nissan Leaf und bedingt auch der Mercedes Vito E-Cell.
Der Nissan Leaf ist für die Stadt allerdings schon recht groß, während der Twizy zwar ein lustiges Gefährt ist, jedoch keinen vollwertigen Autoersatz stellen kann.
Genau da fehlt es. Für die Stadt werden Kleinwagen und leichte Nutzfahrzeuge benötigt. Der Smart ED macht seine Sache gut - deckt jedoch nicht alle Bedürfnisse ab. Unternehmen wie Pflegedienste oder Kleinfamilien benötigen etwas größere Kleinwagen. Am besten wäre da ein Modell der 4m Klasse. Dies fehlt derzeit komplett.
Im Nutzfahrzeugsegment sieht es viel schlimmer aus. Auch hier ist der Kangoo Z.E eine gute Wahl - jedoch für viele Unternehmen viel zu klein. Benötigt würden Kleinstransporter in der 3t- (z.B. VW T5) und 3,5t- Klasse (z.B. Mercedes Sprinter). Geradehier fehlt das Angebot und es ist auch keine Besserung in Sicht.
Das einzige Angebot ist hier der Mercedes Vito E-Cell. Mit nur 60kw/82PS ist er für seine Größe hoffnungslos untermotorisiert. Nun gut in der Stadt kommt man darüber hinweg. Dramatisch sind allerdings die Rahmenbedingungen was die Reichweite angeht und hier zeigen sich die technischen Grenzen an denen alle größeren Batterielektrischen Fahrzeuge scheitern werden. Unter Optimalbedingungen hat der Vito eine Reichweite von 130km (die wird auch nur durch die Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit erreicht). Bei Beladung, sowie im Winter kann die auch unter die Hälfte der angegebenen Distanz schrumpfen. Unter 60km pro Tag bleiben allerdings nur wenige Unternehmen die ganztägig in der Stadt unterwegs sind. Man könnte sicher in Zukunft eine stärkere Batterieverbauen - nur lässt die sich nicht mehr laden. Selbst am Starkstrom braucht der Vito für die Ladung seiner 32kW/h Batterie noch 5h. An einer normalen Steckdose sind es mindestens 10 Stunden. Eine Ladung kann also nur über Nacht erfolgen. Eine weitere Vergrößerung des Akkus wird somit unmöglich. Der Vito bräuchte 40-50kW/h um gut nutzbar zu sein. Allerdings setzt das eine Ladung von über 13h voraus. Beim Einsatz im Sprinter müsste man 50-60kW/h kalkulieren. Mit bis zu 20 Stunden ladezeit wäre der Transporter dann jedoch nicht mehr täglich einsetzbar. Und hier betrachten wir immer noch nur die Kapazitäten fürs urbane Umfeld. An die Verwendung in LKW ist sowieso nicht zu denken - die Ladezeit würde hier mehr als einen Monat betragen.
Letztendlich wird man im Kleinwagensegment aufgrund des sehr hohen Wirkungsgrad in den kommenden Jahren verstärkt Akku-Autos kaufen können. Aufgrund der steigenden Kraftstoffpreise werden diese auch immer lohnenswerter. Allerdings wird man bei Fahrzeuggrößen aber der Kompaktklasse auf die Einführung der Brennstoffzelle warten müssen.
Mittwoch, 12. September 2012
Pedelecs, die Zukunft des Radfahrens.
Derzeit verleihen diese Fahrräder
meistens nur Senioren einen größeren Aktionsradius, obwohl sie auch
für die breite Masse der Bevölkerung attraktiv sein sollten.
Pedelecs sind in den meisten Fällen Fahrräder mit Akku und
Elektromotor die den Radler bis zu Geschwindigkeiten von 25km/h
unterstützen. Einen sehr kleinen Anteil machen die E-Räder mit rein
elektrischem Antrieb aus, die auch ohne zusätzliches Treten für
Vortrieb sorgen. Diese sind allerdings recht teuer und zusätzlich
Führerscheinpflichtig, was die Attraktivität senkt. In einigen
Fällen kommt auch noch eine Helmpflicht dazu.
Bleibt man bei der unterstützenden
Version ist das System recht simpel. Man kann in mehreren Stufen die
Unterstützungsleistung wählen, was dann natürlich auch einen
Einfluss auf die Reichweite hat. Real sind 40-80km je nach Modell und
Unterstützungsstufe üblich. Im Gegensatz zu vielen Händlern sehe
ich den Vorteil der Pedelecs weniger in langen Radreisen, sondern
eher im täglichen Berufsverkehr. Mit ihnen kann man einfach
Distanzen von 10km einfacher Strecke zur Arbeit mit hohen Tempo
zurücklegen ohne verschwitzt und ausgepowert bei der Arbeit
anzukommen.
Zuhause kann der Akku dann geladen
werden. Bei einigen Modellen ist der Akku sogar entnehmbar – das
ist praktisch für Kunden ohne Lademöglichkeit am Abstellplatz.
Gegenüber einem normalen Fahrrad ist
der Aufpreis zwar deutlich spürbar, gegenüber einem Auto ist der
Spareffekt jedoch bedeutend größer. Die Stromkosten sind zu
vernachlässigen da sie nur wenige Euro im Jahr ausmachen. Bei einer
Akkuhaltbarkeit von 3-5 Jahren bei täglichem Einsatz müsste man
also lediglich ca. 200€ im Jahr für den Akku und Wartung einkalkulieren,
während das Fahrrad als solches ebenfalls eine bezahlbare Option
ist. Jeder Autobesitzer wird in anbetracht der Kraftsotffkosten das
zu schätzen wissen. Denn solche Summen gehen bei Vielfahrern im
Monat drauf.
Für Berufspendler eine interessante
Wahl.
Montag, 3. September 2012
Spritsparpotential bei Neuwagen
Der Spiegel hat, bezugenehmend auf eine Greenpeace-Stellungnahme, wieder einmal geschrieben wie leicht man doch sparsame Autos bauen könnte und nur die Hersteller nicht wollten.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/vcd-ranking-und-greenpeace-studie-zum-golf-vii-nicht-alles-ist-gruen-a-852527.html
An der Stelle macht es Sinn sich einmal anzuschauen wie man den Verbrauch denn tatrsächlich reduzieren kann. Es gibt dafür zwei Wege.
Der erste davon ist der des Verzichts. Das ist auch der Weg den Greenpeace anpreist. Prinzipiell ist das System sehr simpel. Man baut ein möglichst kleines Auto mit möglichst wenig Ausstattung. Durch das kleine Fahrzeug und dem Wegfall von Komfortextras ist man in der Lage andere Bauteile wie Fahrwerk oder Motor ebenfalls weiter zu verkleinen. Sozusagen die bekannte Gewichtsspirale - nur nach unten.
Der andere Weg läuft über High-Tech. Durch hocheffiziente Motoren und ultra leichte Werkstoffe spart man Gewicht und Kraftstoff. Die meisten Automobilhersteller arbeiten daran.
Erreichbar wäre das oft herbeigesehnte 3L Auto bereits heute über beide Wege. Selbst 3L Benzin Verbrauch scheinen in näherer Zukunft prinzipiell machbar.
Nur warum sind die Autos nicht auf dem Markt? Diese Frage kommt und ist falsch. Die Frage sollte eher sein wieso sie nicht gekauft werden. Schon heute gibt es viele Kleinwagen mit Dieselverbräuchen unter 3,5L/100km. Der Vorreiter ist derzeit der Kia Rio mit nur 3,2l Normverbrauch. Vom 3L Auto ist man also gerade mal 200ml entfernt - ein Wasserglas mehr Diesel auf 100km Distanz. Und auch bei Benzinern gibt es genug mit Verbräuchen unter der 5L/100km Marke.
Dennoch sind das eher Nischenfahrzeuge. Schaut man sich die Zulassungsstatistiken an ist der Trend nach großen Fahrzeugen noch immer ungebrochen. Wirklich Sparautos werden kaum nachgefragt von den Kunden. Kleinwagen sind noch immer 2.Wagen oder für Kunden ohne Geld. Teure Spritspartechnik ist noch heute eher den Luxusfahrzeugen vorbehalten. Wieso? 1000€ Mehrpreis für modernste Motoren und Spritsparhelfer tun dem Kunden eines 80.000€ Wagen nicht weiter weh. Im Kleinstwagenbereich in dem es um magische Grenzwerte (10.000€ als Basispreis) geht bleibt solche Technik unbezahlbar. Auch Fahrzeuge wie der Kia Rio haben noch lange nicht das gesamte Potential ausgenutzt. Würde man das Fahrzeug - ohne Komfortverlust - optimieren, wären Verbräuche von 2,5l, oder noch weniger, realistisch.
Ein Traum vieler Bürger, wenn man den Kommentaren in Foren Glauben schenkt. Ein Kleinwagen mit ausreichender Größe für 4 (oder zur Not auch 5) Personen. Ausreichende Sicherheit und die Motorleistung reicht ebenfalls aus, wenn man defensiv fährt.
Dann schaut man in die Statistiken und sieht einen starken Zuwachs bei SUV-Verkäufen sowie eine durchschnittliche Motorleistung bei Neuwagen von über 138PS.
Und genau das erklärt auch warum sich die Fahrzeuge nicht verkaufen. Jammern über hohe Verbräuche und steigende Spritpreise funktioniert super. Aber selbst etwas ändern? Die Nachfrage zeigt da keine Wünsche.
Man kann es der Industrie also nicht verübeln wenn sie die Nachfrage bedient. So werden wir vermutlich vor dem 3L Auto ein 400PS-Mittelklassewagen mit 7L Benzinverbrauch haben.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/vcd-ranking-und-greenpeace-studie-zum-golf-vii-nicht-alles-ist-gruen-a-852527.html
An der Stelle macht es Sinn sich einmal anzuschauen wie man den Verbrauch denn tatrsächlich reduzieren kann. Es gibt dafür zwei Wege.
Der erste davon ist der des Verzichts. Das ist auch der Weg den Greenpeace anpreist. Prinzipiell ist das System sehr simpel. Man baut ein möglichst kleines Auto mit möglichst wenig Ausstattung. Durch das kleine Fahrzeug und dem Wegfall von Komfortextras ist man in der Lage andere Bauteile wie Fahrwerk oder Motor ebenfalls weiter zu verkleinen. Sozusagen die bekannte Gewichtsspirale - nur nach unten.
Der andere Weg läuft über High-Tech. Durch hocheffiziente Motoren und ultra leichte Werkstoffe spart man Gewicht und Kraftstoff. Die meisten Automobilhersteller arbeiten daran.
Erreichbar wäre das oft herbeigesehnte 3L Auto bereits heute über beide Wege. Selbst 3L Benzin Verbrauch scheinen in näherer Zukunft prinzipiell machbar.
Nur warum sind die Autos nicht auf dem Markt? Diese Frage kommt und ist falsch. Die Frage sollte eher sein wieso sie nicht gekauft werden. Schon heute gibt es viele Kleinwagen mit Dieselverbräuchen unter 3,5L/100km. Der Vorreiter ist derzeit der Kia Rio mit nur 3,2l Normverbrauch. Vom 3L Auto ist man also gerade mal 200ml entfernt - ein Wasserglas mehr Diesel auf 100km Distanz. Und auch bei Benzinern gibt es genug mit Verbräuchen unter der 5L/100km Marke.
Dennoch sind das eher Nischenfahrzeuge. Schaut man sich die Zulassungsstatistiken an ist der Trend nach großen Fahrzeugen noch immer ungebrochen. Wirklich Sparautos werden kaum nachgefragt von den Kunden. Kleinwagen sind noch immer 2.Wagen oder für Kunden ohne Geld. Teure Spritspartechnik ist noch heute eher den Luxusfahrzeugen vorbehalten. Wieso? 1000€ Mehrpreis für modernste Motoren und Spritsparhelfer tun dem Kunden eines 80.000€ Wagen nicht weiter weh. Im Kleinstwagenbereich in dem es um magische Grenzwerte (10.000€ als Basispreis) geht bleibt solche Technik unbezahlbar. Auch Fahrzeuge wie der Kia Rio haben noch lange nicht das gesamte Potential ausgenutzt. Würde man das Fahrzeug - ohne Komfortverlust - optimieren, wären Verbräuche von 2,5l, oder noch weniger, realistisch.
Ein Traum vieler Bürger, wenn man den Kommentaren in Foren Glauben schenkt. Ein Kleinwagen mit ausreichender Größe für 4 (oder zur Not auch 5) Personen. Ausreichende Sicherheit und die Motorleistung reicht ebenfalls aus, wenn man defensiv fährt.
Dann schaut man in die Statistiken und sieht einen starken Zuwachs bei SUV-Verkäufen sowie eine durchschnittliche Motorleistung bei Neuwagen von über 138PS.
Und genau das erklärt auch warum sich die Fahrzeuge nicht verkaufen. Jammern über hohe Verbräuche und steigende Spritpreise funktioniert super. Aber selbst etwas ändern? Die Nachfrage zeigt da keine Wünsche.
Man kann es der Industrie also nicht verübeln wenn sie die Nachfrage bedient. So werden wir vermutlich vor dem 3L Auto ein 400PS-Mittelklassewagen mit 7L Benzinverbrauch haben.
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