Wenn man von der automobilen Oberklasse spricht denkt man an staatstragende Fahrzeuge wie den BMW 7er und Mercedes S-Klasse und deren Konkurrenten Audi A8, Porsche Panamera, VW Phaeton und Jaguar XJ. Bei ihrem Anblick kommen wem verbrauchsstarke V8 Benzinmotoren in den Sinn. Viel Leistung, viel Gewicht und gigantischer Verbrauch.
Beim Blick in die Details weht ein ganz anderer Wind. Tatsächlich leistet sich fast jeder Hersteller ein Sparmodell. Zum einen dient dies natürlich der herstellereigenen CO2 Reduktion um die EU Auflagen zu erfüllen. Zum anderen wird dies auch zunehmend nachgefragt. Man möchte gerne geräuschlos fahren um den Komfort weiter zu steigern und die Fuhrparkauflagen werden immer strenger. Immer mehr Unternehmen setzen feste Grenzen von oftmals 140g CO2/km. Mittlerweile kann sich auch die Führungsebene davon nicht mehr ausnehmen lassen.
140g CO2/km entsprechen ungefähr 6 Litern Benzin je 100km. Ein üblicher Wert für ein Fahrzeug der Kompaktklasse (z.B. Opel Astra 1.4 Turbo mit 140PS). Welche Hersteller schaffen dies auch in der automobilen Oberklasse?
Am weitesten von diesem Ziel entfernt ist der VW Phaeton. Der niedrigste Ausstoß liegt hier bei 224g/km (8,5l Diesel) - ein desolater Wert. Kein anderer Hersteller hat in dieser Leistungsklasse derart schlechte Werte. Vorletzter wird Jaguar mit dem XJ, die sich keine Hybridtechnik leisten können. Dennoch werden zumindest 159g/CO2 erreicht (6,1l Diesel) und es verbleibt trotz allem mehr Leistung als im VW. Trotz Hybridantrieb verfehlt Audi im A8 mit mindestens 144g CO2/km (6,2l Super) die Grenze immer noch, obwohl die Kombination aus 4 Zylinder Benziner und Elektromotor vielversprechend wirkt. Ebenfalls verfehlt der BMW 7er Activ Hybrid die Grenze mit 158g (6,8l). Dieser verfügt jedoch über einen Leistungsstarken 6 Zylinder Motor. Mit den gewöhnlichen Dieseln wird ein niedrigerer CO2 Ausstoß erreicht.
Unter besagter Grenze bleiben nur Porsche und Mercedes. Der Panamera als Plug-In Hybrid ist jedoch bislang nicht verfügbar. In der S-Klasse bietet Mercedes gleich drei Hybridmodelle an.
Der S400HYBRID kombiniert V6 Benziner mit Elektromotor und kommt leider nur auf 147g CO2. Beachtlich ist hier eher der S300 BlueTEC HYBRID. Dieser kommt auf sagenhafte 115g CO2 (4,4l Diesel). Das sind Verbräuche die man eher im Kleinwagen erwartet und nicht in einer Oberklasse Limousine die sich eines über 200PS starken Diesels als Basis bemächtigt. Nochmals sparsamer ist der S500 Plug-In Hybrid. Ab sofort bestellbar und dem sagenhaften Wert von nur 65g CO2 je Kilometer. Kein herkömmlicher PKW erreicht derart niedrige Werte. Dies entspricht einem Verbrauch von weniger als 3 Litern Benzin je 100km. Sämltiche Hürden werden damit genommen. Tatsächlich kommt hier noch Stromverbrauch dazu. Der Passagier kann sich jedoch dennoch über geradezu gespenstische Ruhe freuen, während gleichzeitig das Fahrzeug die Umwelt schützt, da gerade kurze Fahrten, bei Verwnedung von Ökostrom, Emissionsfrei erfolgen können. Angeblich sind bis zu 30km elektrisch möglich. Für viele Fahrten ist dies sicherlich ausreichend.
Samstag, 2. August 2014
Dienstag, 22. Juli 2014
Lexus NX Hybrid: Wie man an der Zukunft vorbei baut
Lexus bringt erstmals ein Hybrid-KompaktSUV auf den Markt: Den NX Hybrid. Klingt soweit recht gut. Schaut man sich das Auto genauer an, zeigt es weshalb Toyota einschließlich derer Premiummarke Lexus alles andere als Zukunftsfähig ist.
Das Fahrzeug ist extrem aggressiv designed. Optisch wirkt der NX mehr wie ein Sportwagen als ein Geländewagen. Auch im Innenraum deutet alles auf Sportlichkeit. Beim Antrieb folgt dann die große Ernüchterung. Die angegebene Systemleistung von 197PS wirkt zwar durchaus kraftvoll - die Fahrwerte erinnern jedoch eher an einen Kleinwagen. Zwar sind angegbene 5,0 Liter Benzinverbrauch bzw. 116g CO² pro Kilometer zunächst eindrucksvoll. Aber 180km/h Endgeschwindigkeit ist alles andere als das. Viel schlimmer noch, für die Fahrzeugklasse wirkt die Gesamtleistung eher ungewöhnlich schwach.
Im Vergleich mit anderen Konkurrenzmodellen verliert der Lexus noch mehr. Geht man nach der Leistung und dem Preis bietet sich ein Vergleich mit dem eine klasse kleineren Mercedes GLA an. Als GLA 200CDI verbraucht dieser 4,4L Diesel (114g CO²) und ist dabei in jeder Hinsicht weit überlegen. Auch der Benziner GLA 200 braucht trotz viel mehr Leistung nur einen knappen Liter mehr Benzin.
Vergleicht man den NX in der gleichen Fahrzeugklasse mit dem BMW X3 werden die Unterschiede größer - aber vornehmlich nur weil es derart schwache Antriebe kaum im Programm gibt. Am ehesten wäre es der Diesel s18d. Mit 5,1l Diesel (134g CO2)... hier gilt auch nur gleicher Verbrauch bei mehr Leistung.
Das angegebene Kaufargument ist bereits bei Neuerscheinung bestenfalls schwach. Zwei Jahre nach Marktstart wird er eher mehr verbrauchen als konventionelle Aggregate. Von Zukunft ist hier nichts zu spüren - allein weil die Konkurrenz längst Hybridmodelle in dieser Klasse anbietet (Audi Q5).
Wegweisend wäre ein Elektroauto oder die noch gefragteren Plug-In Hybriden gewesen. Hier hängt Toyota aber eher zurück. Außer dem Prius PHV hat Toyota kein Plug-In Hybriden im Angebot. Ein Elektroauto überhaupt nicht. So hängt die Konkurrenz die einstigen Pioniere ab. Hybride gibt es auch bei der deutschen Konkurrenz. Den ersten Plug-In Geländewagen gibt es seit wenigen Monaten auf dem deutschen Markt. Der Mitsubishi Outlander PHV. Der fährt bis zu 50 Kilometer elektrisch. Der Einstiegspreis liegt bei 40.000€ - exakt so viel wie der neue Lexus NX
Das Fahrzeug ist extrem aggressiv designed. Optisch wirkt der NX mehr wie ein Sportwagen als ein Geländewagen. Auch im Innenraum deutet alles auf Sportlichkeit. Beim Antrieb folgt dann die große Ernüchterung. Die angegebene Systemleistung von 197PS wirkt zwar durchaus kraftvoll - die Fahrwerte erinnern jedoch eher an einen Kleinwagen. Zwar sind angegbene 5,0 Liter Benzinverbrauch bzw. 116g CO² pro Kilometer zunächst eindrucksvoll. Aber 180km/h Endgeschwindigkeit ist alles andere als das. Viel schlimmer noch, für die Fahrzeugklasse wirkt die Gesamtleistung eher ungewöhnlich schwach.
Im Vergleich mit anderen Konkurrenzmodellen verliert der Lexus noch mehr. Geht man nach der Leistung und dem Preis bietet sich ein Vergleich mit dem eine klasse kleineren Mercedes GLA an. Als GLA 200CDI verbraucht dieser 4,4L Diesel (114g CO²) und ist dabei in jeder Hinsicht weit überlegen. Auch der Benziner GLA 200 braucht trotz viel mehr Leistung nur einen knappen Liter mehr Benzin.
Vergleicht man den NX in der gleichen Fahrzeugklasse mit dem BMW X3 werden die Unterschiede größer - aber vornehmlich nur weil es derart schwache Antriebe kaum im Programm gibt. Am ehesten wäre es der Diesel s18d. Mit 5,1l Diesel (134g CO2)... hier gilt auch nur gleicher Verbrauch bei mehr Leistung.
Das angegebene Kaufargument ist bereits bei Neuerscheinung bestenfalls schwach. Zwei Jahre nach Marktstart wird er eher mehr verbrauchen als konventionelle Aggregate. Von Zukunft ist hier nichts zu spüren - allein weil die Konkurrenz längst Hybridmodelle in dieser Klasse anbietet (Audi Q5).
Wegweisend wäre ein Elektroauto oder die noch gefragteren Plug-In Hybriden gewesen. Hier hängt Toyota aber eher zurück. Außer dem Prius PHV hat Toyota kein Plug-In Hybriden im Angebot. Ein Elektroauto überhaupt nicht. So hängt die Konkurrenz die einstigen Pioniere ab. Hybride gibt es auch bei der deutschen Konkurrenz. Den ersten Plug-In Geländewagen gibt es seit wenigen Monaten auf dem deutschen Markt. Der Mitsubishi Outlander PHV. Der fährt bis zu 50 Kilometer elektrisch. Der Einstiegspreis liegt bei 40.000€ - exakt so viel wie der neue Lexus NX
Donnerstag, 10. Juli 2014
Schafft die Pendlerpauschale ab!
Derzeit wird die PKW-Maut debattiert. Man brauche Steuergelder um den Straßenerhalt zu sichern. Je nach Rechnung sind järhlich zusätzliche 4 bis 8 Milliarden Euro notwendig. Ob die Maut auch nur einen Euro dafür übrig lässt bleibt jedoch fraglich.
Viel sinnvoller wäre es das Geld aus der Pendlerpauschale abzuschöpfen. Derzeit liegt sie bei 0,30€ je gefahrenen Kilometer. 2008 belastete sie den Stattshaushalt um 20,5 Milliarden Euro. Weit mehr als der Staat bräuchte. In Wahrheit handelt es sich dabei um eine Zersiedlungsprämie die die Reichen bevorzugt und ärmere benachteiligt. Vornehmlich profitieren von der Prämie wohlhabende die entweder bereits ein Haus besitzen und so ihren Besitzstand wahren können oder Familien die die Baukosten in der Stadt scheuen und lieber billigen Baugrund weit ab von der Großstadt kaufen. Durch die Prämie wird das tägliche Pendeln geradezu kostenfrei. Mit einem günstigen Auto bleibt man unter 0,50€ Beitriebskosten je Kilometer. Die Pauschale denkt also die Mehrheit der Fahrtkosten ab. Fährt man zu zweit bleibt sogar Geld über.
Die Straßen quellen über voller Pendler. Die Folge sind notwendige Ausbauten von Fernstraßen für die Pendler. Und das trotz ihrer Subventionen!
Der Ausweg kann nur in einer Kürzung der Pauschale liegen. Ich fordere eine Staffelung, sowie eine Deckelung. Also keine Erstattung von Fahrtstrecken jenseits der 40km mit dem PKW. Auch die Kilometer kosten sinken. Während es für die ersten 15km noch die vollen 30ct Erstattung gibt wird jeder weitere Kilometer nur noch mit 20ct vergütet. Der Anreiz täglich weit zu pendeln wird sinken. Gleichzeitig stünde mehr Geld zur Verfügung um die notwendigen Verkehrswege instandzuhalten sowie sogar auszubauen.
Viel sinnvoller wäre es das Geld aus der Pendlerpauschale abzuschöpfen. Derzeit liegt sie bei 0,30€ je gefahrenen Kilometer. 2008 belastete sie den Stattshaushalt um 20,5 Milliarden Euro. Weit mehr als der Staat bräuchte. In Wahrheit handelt es sich dabei um eine Zersiedlungsprämie die die Reichen bevorzugt und ärmere benachteiligt. Vornehmlich profitieren von der Prämie wohlhabende die entweder bereits ein Haus besitzen und so ihren Besitzstand wahren können oder Familien die die Baukosten in der Stadt scheuen und lieber billigen Baugrund weit ab von der Großstadt kaufen. Durch die Prämie wird das tägliche Pendeln geradezu kostenfrei. Mit einem günstigen Auto bleibt man unter 0,50€ Beitriebskosten je Kilometer. Die Pauschale denkt also die Mehrheit der Fahrtkosten ab. Fährt man zu zweit bleibt sogar Geld über.
Die Straßen quellen über voller Pendler. Die Folge sind notwendige Ausbauten von Fernstraßen für die Pendler. Und das trotz ihrer Subventionen!
Der Ausweg kann nur in einer Kürzung der Pauschale liegen. Ich fordere eine Staffelung, sowie eine Deckelung. Also keine Erstattung von Fahrtstrecken jenseits der 40km mit dem PKW. Auch die Kilometer kosten sinken. Während es für die ersten 15km noch die vollen 30ct Erstattung gibt wird jeder weitere Kilometer nur noch mit 20ct vergütet. Der Anreiz täglich weit zu pendeln wird sinken. Gleichzeitig stünde mehr Geld zur Verfügung um die notwendigen Verkehrswege instandzuhalten sowie sogar auszubauen.
Samstag, 21. Juni 2014
NISSAN e-NV200
Nissan hat den elektrischen NV200 zur Bestellung freigegeben. Bereits ab kommenden Monat ist der Kleintransporter in Deutschland erhältlich.
Das Angebot ist je nach Anwendungszweck unterscheidlich attraktiv. Gesprochen wird von einer Normreichweite von 170km und maximal 120km/h. Verfügbar ist er als Nutzfahrzeug, sowie als Familienvan.
Praktisch betrachtet dürfte die Realreichweite bei 80-120km liegen. Für einen Familienvan völlig untauglich. Hier schlägt sich auch der Preis von 43750€ nieder. Das ist fast der doppelte Preis gegenüber dem konventionell betriebenen Modell. Man muss dafür schon sehr idealistisch sein ein Fahrzeug zu kaufen, dass schon sonst den Bedürfnissen vieler Familien nicht stand hält und das dann zu einem Preis eines ausgewachsenen Großraumvans.
Interessanter ist der Transporter. Hier liegt der Aufschlag nur bei ca. 10.000€ und lässt den Transporter bei ca. 25.000€ starten. Die elektrische Reichweite dürfte im urbanen Umfeld für viele Lieferdienste völlig ausreichend sein. Insbesondere besteht dabei auch oft die Option auf eine Zwischenladung in einer Mittagspause. So wäre es als Zustellfahrzeug für Post oder andere Lieferdienste denkbar. Aufgrund der Verbrauchsvorteile innerorts könnten Unternehmen das investierte Geld tatsächlich wieder reinholen. Die eher mäßige Endgeschwindigkeit stört da nicht. Wichtiger ist da nur die uneingeschränkte Nutzbarkeit des Laderaums.
Das Angebot ist je nach Anwendungszweck unterscheidlich attraktiv. Gesprochen wird von einer Normreichweite von 170km und maximal 120km/h. Verfügbar ist er als Nutzfahrzeug, sowie als Familienvan.
Praktisch betrachtet dürfte die Realreichweite bei 80-120km liegen. Für einen Familienvan völlig untauglich. Hier schlägt sich auch der Preis von 43750€ nieder. Das ist fast der doppelte Preis gegenüber dem konventionell betriebenen Modell. Man muss dafür schon sehr idealistisch sein ein Fahrzeug zu kaufen, dass schon sonst den Bedürfnissen vieler Familien nicht stand hält und das dann zu einem Preis eines ausgewachsenen Großraumvans.
Interessanter ist der Transporter. Hier liegt der Aufschlag nur bei ca. 10.000€ und lässt den Transporter bei ca. 25.000€ starten. Die elektrische Reichweite dürfte im urbanen Umfeld für viele Lieferdienste völlig ausreichend sein. Insbesondere besteht dabei auch oft die Option auf eine Zwischenladung in einer Mittagspause. So wäre es als Zustellfahrzeug für Post oder andere Lieferdienste denkbar. Aufgrund der Verbrauchsvorteile innerorts könnten Unternehmen das investierte Geld tatsächlich wieder reinholen. Die eher mäßige Endgeschwindigkeit stört da nicht. Wichtiger ist da nur die uneingeschränkte Nutzbarkeit des Laderaums.
Dienstag, 3. Juni 2014
Modellpolitik?
Volkswagenboss Winterkorn gab unlängst bekannt, dass man Konzernintern die Abschaffung einiger Modellreihen erwäge.
Den Medien war dies ein Bericht wert. Bei vielen anderen Herstellern ist sowas Alltag - im Premiumsegment und bei VW allerdings eine höchst ungewöhnliche Planung.
Schaut man sich im VW Porgramm um findet man mittlerweile einige "Zombies". Also zumeist ältere Fahrzeuge deren Nische verschwunden ist.
Benannt wurde unter anderem der Eos. Ein Mittelklassecabrio. Wurde riesig angepriesen und feil nach Marktstart durch große technische Probleme auf. Das aufwendige Dach hatte oft Defekte. Es wird voraussichtlich verschwinden, da im eigenen Haus das Golf Cabrio die bessere Wahl ist. Es kostet 5000€ weniger und ist kaum kleiner, dafür aber schöner und moderner. Wer bereit ist weit über 30.000€ auszugeben wird tendenziell sowieso eher zu den Premiummarken greifen. Wer das Geld nicht hat greift zum Golf Cabrio oder Importmarken.
Ohne große Überraschung wird der Scirocco auch ohne Ersatz bleiben. Man wollte ein sportliches Coupe bauen. So wirklich sportlich ist der Scirocco nie geworden. Eher ein prolliger Golf. Da die entsprechende Zielgruppe für ein solches Auto kein Geld hat, blieb er ein Ladenhüter.
Ebenfalls verschwinden wird möglicherweise der Sharan. Er ist schlicht zu teuer. Preislich liegt er weit ab von einem herkömmlichen Familienbudget. Etwas schick ausgestattet kratzt man schnell an 50.000€! Da greifen viele Eltern bereits heute lieber zum kleineren Touran. Wer entsprechende Geldreserven hat ordert eher ein großes SUV oder gleich den noch teureren VW T5. Der ist weitaus praktischer und hat - im Gegensatz zum Sharan - einen enormen Wiederverkaufswert. Vermutlich wird Volkswagen den nächsten Touran etwas wachsen lassen. Möglicherweise auch mit einer zusätzlichen Langversion und so die dann entstehende Lücke schließen. Da werden wenig Kunden zur Konkurrenz abwandern. Diese besteht mittlerweile auch nur noch aus Ford Galaxy und Renault Espace. Alle anderen Konkurrenten sind bereits ausgestiegen.
Dies zeigt in weiten Teilen auch den immer schnelleren Wandel in der Modellpolitik auf. Es kommen nicht mehr nur immer neue Modellformen dazu, sondern andere verschwinden. Am verschwinden sind die großen Vans. Aufbauend auf Mittelklassefahrzeugen galten sie als das ideale Familienfahrzeug. Nur sind sie viel zu teuer für ein Fahrzeug, dass überhaupt keine Emotionen hervorruft. Der generelle Trend hat sich zu kleineren Vans verschoben. Die sind nicht nur bei Familien beliebt. Fahrzeuge wie Golf Sportvan, Mercedes B-Klasse oder Opel Meriva werden eher von Rentnern erworben. Die hohe Sitzposition erscheint wichtiger als ein besonders sportliches Image. Für Familien bleiben sie außerdem bezahlbar. Wobei diese Gattung immer mehr von SUV verdrängt wird. Diese sind in Wirklichkeit keine gezähmten Geländewagen mehr, sondern rustikale Familienvans. Der Nutzwert ist im Vergleich zwar geringer, dafür wirken sie deutlich emotionaler. Verzichtet man auf Allradantrieb bestehen kaum Verbrauchsunterschiede. Fahrzeuge wie der VW Tiguan sind hier eine wahre Konkurrenz für Touran&Co. Auch hier gibt es den Trend zur Miniaturisierung. Während ein großer Sharan in einer Großstadt kaum zu bewegen ist, kommt man mit einem Opel Mokka noch in fast jede Parklücke. Beim Anblick darf der Fahrer sich trotzdem nach großem Abendteuer fühlen - auch wenn nur der Bordstein überwunden wurde.
Ansonsten geraten Kleinwagen mehr in den Fokus der Konzerne. Waren dies früher eher Mittel um das Feld der Zweitwagen abzudecken, steigt hier immer weiter die Nachfrage nach hochwertigen Fahrzeugen. Im urbanen Umfeld ist es längst kein Statussymbol mehr in einer Oberklasselimousine Parkplätze zu suchen.
Den Medien war dies ein Bericht wert. Bei vielen anderen Herstellern ist sowas Alltag - im Premiumsegment und bei VW allerdings eine höchst ungewöhnliche Planung.
Schaut man sich im VW Porgramm um findet man mittlerweile einige "Zombies". Also zumeist ältere Fahrzeuge deren Nische verschwunden ist.
Benannt wurde unter anderem der Eos. Ein Mittelklassecabrio. Wurde riesig angepriesen und feil nach Marktstart durch große technische Probleme auf. Das aufwendige Dach hatte oft Defekte. Es wird voraussichtlich verschwinden, da im eigenen Haus das Golf Cabrio die bessere Wahl ist. Es kostet 5000€ weniger und ist kaum kleiner, dafür aber schöner und moderner. Wer bereit ist weit über 30.000€ auszugeben wird tendenziell sowieso eher zu den Premiummarken greifen. Wer das Geld nicht hat greift zum Golf Cabrio oder Importmarken.
Ohne große Überraschung wird der Scirocco auch ohne Ersatz bleiben. Man wollte ein sportliches Coupe bauen. So wirklich sportlich ist der Scirocco nie geworden. Eher ein prolliger Golf. Da die entsprechende Zielgruppe für ein solches Auto kein Geld hat, blieb er ein Ladenhüter.
Ebenfalls verschwinden wird möglicherweise der Sharan. Er ist schlicht zu teuer. Preislich liegt er weit ab von einem herkömmlichen Familienbudget. Etwas schick ausgestattet kratzt man schnell an 50.000€! Da greifen viele Eltern bereits heute lieber zum kleineren Touran. Wer entsprechende Geldreserven hat ordert eher ein großes SUV oder gleich den noch teureren VW T5. Der ist weitaus praktischer und hat - im Gegensatz zum Sharan - einen enormen Wiederverkaufswert. Vermutlich wird Volkswagen den nächsten Touran etwas wachsen lassen. Möglicherweise auch mit einer zusätzlichen Langversion und so die dann entstehende Lücke schließen. Da werden wenig Kunden zur Konkurrenz abwandern. Diese besteht mittlerweile auch nur noch aus Ford Galaxy und Renault Espace. Alle anderen Konkurrenten sind bereits ausgestiegen.
Dies zeigt in weiten Teilen auch den immer schnelleren Wandel in der Modellpolitik auf. Es kommen nicht mehr nur immer neue Modellformen dazu, sondern andere verschwinden. Am verschwinden sind die großen Vans. Aufbauend auf Mittelklassefahrzeugen galten sie als das ideale Familienfahrzeug. Nur sind sie viel zu teuer für ein Fahrzeug, dass überhaupt keine Emotionen hervorruft. Der generelle Trend hat sich zu kleineren Vans verschoben. Die sind nicht nur bei Familien beliebt. Fahrzeuge wie Golf Sportvan, Mercedes B-Klasse oder Opel Meriva werden eher von Rentnern erworben. Die hohe Sitzposition erscheint wichtiger als ein besonders sportliches Image. Für Familien bleiben sie außerdem bezahlbar. Wobei diese Gattung immer mehr von SUV verdrängt wird. Diese sind in Wirklichkeit keine gezähmten Geländewagen mehr, sondern rustikale Familienvans. Der Nutzwert ist im Vergleich zwar geringer, dafür wirken sie deutlich emotionaler. Verzichtet man auf Allradantrieb bestehen kaum Verbrauchsunterschiede. Fahrzeuge wie der VW Tiguan sind hier eine wahre Konkurrenz für Touran&Co. Auch hier gibt es den Trend zur Miniaturisierung. Während ein großer Sharan in einer Großstadt kaum zu bewegen ist, kommt man mit einem Opel Mokka noch in fast jede Parklücke. Beim Anblick darf der Fahrer sich trotzdem nach großem Abendteuer fühlen - auch wenn nur der Bordstein überwunden wurde.
Ansonsten geraten Kleinwagen mehr in den Fokus der Konzerne. Waren dies früher eher Mittel um das Feld der Zweitwagen abzudecken, steigt hier immer weiter die Nachfrage nach hochwertigen Fahrzeugen. Im urbanen Umfeld ist es längst kein Statussymbol mehr in einer Oberklasselimousine Parkplätze zu suchen.
Mittwoch, 14. Mai 2014
Elektroautos - was ist neu?
Vor etwas mehr als einem Jahr schrieb ich bereits über das Potenzial der Elektroautos. Jetzt wird es Zeit für eine Aktualisierung. Die ist allerdings gar nicht so einfach da der Markt sehr unübersichtlich geworden ist.
Nahezu jeder Hersteller hat mittlerweile ein Hybrid- oder Elektroauto im Programm. Zeit einzelne empfehlenswerte Fahrzeuge vorzustellen.
Kleinstwagen:
Der Klassiker ist hier der Mitsubishi i-Miev mit seinen Geschwistern bei Citroen und Peugeot. Empfehlenswert ist er aber nicht. Er genügt kaum den üblichen Qualitätsansprüchen und ist überteuert. Die bessere Wahl sind hier Elektro Smart und der neue VW e-Up!. Beides bezahlbare Kleinstwagen ohne Einschränkungen.
Kleinwagen:
Elektroautos sind hier kaum verbreitet. Es gibt immer noch den Toyota Yaris Hyrid. Ansonsten noch den Renault Zoe, bei dem man aber bezüglich Innenraumkomfort deutliche Abstriche machen muss.Das beste Angebot macht derzeit BMW mit dem i3. Ist zwar sehr teuer, aber derzeit das beste Elektroauto auf dem deutschen Markt.
Kompaktklasse:
Der Markt wächst. Neben den Hybriden von Toyota bieten immer mehr Konkurrenten auch Modelle an. Toyota selbst macht sich mit dem Prius Plug-in Hybrid Konkurrenz. Genauso ist der elektrische Ford Focus und neuerdings auch der VW e-Golf bestellbar. Der Ford hat einen sehr eingeschränkten Nutzwert zu hohen Preisen. Die Empfehlung geht hier zum weitaus besseren Golf. Auch der Ford C-Max als Plug-in Hybrid ist nicht zu empfehlen. Wer will einen Familienvan ohne Kofferraum? Ebenfalls tauglich ist der Nissan Leaf.
Auch andere Marken werden auf diesem Markt bald nachziehen. In den USA ist bereits eine elektrische B-Klasse von Mercedes auf dem Markt.
Mittelklasse:
Hybride gibt es in großen Mengen. Ein solches Feigenblatt hat fast jeder Hersteller - fast immer zu völlig unbrauchbaren Konditionen. Die Preise sind hoch und die Verbräuche gar nicht so niedrig. Die große Ausnahme ist der in der Mittelklasse angesiedelte Tesla S. Als Mittelklasselimousine mit rein elektrischen Antieb glänzt er durch sehr hohe Reichweiten. Im verhältnis sind die Preise zwar moderat - aber dennoch viel zu teuer für einen Massenmarkt. Dieses Segment wird fast ausschließlich von Firmenkunden bedient, die aufgrund der schlechten Händlerpräsenz keine Tesla Modelle kaufen.
Plug-in Modelle sind angekündigt.
Oberklasse:
Ein Hybridmodell haben sie alle. Ein kaufbares Plug-in Modell hat nur Porsche beim Panamera. Bei Mercedes ist die Plug-In S-Klasse angekündigt, lässt jedoch immer noch auf sich warten. Gerade wo Komfort so wichtig ist, setzt sich das Konzept nicht durch.
Sportwagen/SUV
Als Sportwagen hat BMW gerade seinen Sportwagen i8 zur Bestellung freigegeben. Es handelt sich hierbei um einen extrem sparsamen Hybrid-Sportler.
SUV gibt es recht oft mit Hybridantrieb, da hier der Nutzen sehr hoch ist. Als Plug-in Modell gibt es jedoch nur den Mitsubishi Outlander. Der erschwinglich (ab 40.000€) und bietet ein gutes Gesamtpaket. Bis zu 50km Reichweite erlaubt viel rein elektrische Touren und auch der Benziner als solcher ist sehr sparsam. So lässt sich erstmals auch mit gutem Gewissen SUV fahren. Auch finanziell ist dieses Auto erschwinglich. Angeblich soll sich das Fahrzeug gegenüber einem Diesel in ca. 8 Jahren rentieren. So schnell geht es sonst fast nie.
Fazit:
Hybridmodelle gibt es fast überall. Nur lohnen sie sich selten, da die Verbräuche nicht niedrig genug sind. Plug-In Hybride und Elektroautos setzen sich nur langsam durch. In den kommenden 12 Monaten sind aber viele weitere Fahrzeuge angekündigt. So wird man kommendes Jahr bereits in jeder Fahrzeugklasse die Wahl zwischen alternativen Fahrzeugen haben.
Nahezu jeder Hersteller hat mittlerweile ein Hybrid- oder Elektroauto im Programm. Zeit einzelne empfehlenswerte Fahrzeuge vorzustellen.
Kleinstwagen:
Der Klassiker ist hier der Mitsubishi i-Miev mit seinen Geschwistern bei Citroen und Peugeot. Empfehlenswert ist er aber nicht. Er genügt kaum den üblichen Qualitätsansprüchen und ist überteuert. Die bessere Wahl sind hier Elektro Smart und der neue VW e-Up!. Beides bezahlbare Kleinstwagen ohne Einschränkungen.
Kleinwagen:
Elektroautos sind hier kaum verbreitet. Es gibt immer noch den Toyota Yaris Hyrid. Ansonsten noch den Renault Zoe, bei dem man aber bezüglich Innenraumkomfort deutliche Abstriche machen muss.Das beste Angebot macht derzeit BMW mit dem i3. Ist zwar sehr teuer, aber derzeit das beste Elektroauto auf dem deutschen Markt.
Kompaktklasse:
Der Markt wächst. Neben den Hybriden von Toyota bieten immer mehr Konkurrenten auch Modelle an. Toyota selbst macht sich mit dem Prius Plug-in Hybrid Konkurrenz. Genauso ist der elektrische Ford Focus und neuerdings auch der VW e-Golf bestellbar. Der Ford hat einen sehr eingeschränkten Nutzwert zu hohen Preisen. Die Empfehlung geht hier zum weitaus besseren Golf. Auch der Ford C-Max als Plug-in Hybrid ist nicht zu empfehlen. Wer will einen Familienvan ohne Kofferraum? Ebenfalls tauglich ist der Nissan Leaf.
Auch andere Marken werden auf diesem Markt bald nachziehen. In den USA ist bereits eine elektrische B-Klasse von Mercedes auf dem Markt.
Mittelklasse:
Hybride gibt es in großen Mengen. Ein solches Feigenblatt hat fast jeder Hersteller - fast immer zu völlig unbrauchbaren Konditionen. Die Preise sind hoch und die Verbräuche gar nicht so niedrig. Die große Ausnahme ist der in der Mittelklasse angesiedelte Tesla S. Als Mittelklasselimousine mit rein elektrischen Antieb glänzt er durch sehr hohe Reichweiten. Im verhältnis sind die Preise zwar moderat - aber dennoch viel zu teuer für einen Massenmarkt. Dieses Segment wird fast ausschließlich von Firmenkunden bedient, die aufgrund der schlechten Händlerpräsenz keine Tesla Modelle kaufen.
Plug-in Modelle sind angekündigt.
Oberklasse:
Ein Hybridmodell haben sie alle. Ein kaufbares Plug-in Modell hat nur Porsche beim Panamera. Bei Mercedes ist die Plug-In S-Klasse angekündigt, lässt jedoch immer noch auf sich warten. Gerade wo Komfort so wichtig ist, setzt sich das Konzept nicht durch.
Sportwagen/SUV
Als Sportwagen hat BMW gerade seinen Sportwagen i8 zur Bestellung freigegeben. Es handelt sich hierbei um einen extrem sparsamen Hybrid-Sportler.
SUV gibt es recht oft mit Hybridantrieb, da hier der Nutzen sehr hoch ist. Als Plug-in Modell gibt es jedoch nur den Mitsubishi Outlander. Der erschwinglich (ab 40.000€) und bietet ein gutes Gesamtpaket. Bis zu 50km Reichweite erlaubt viel rein elektrische Touren und auch der Benziner als solcher ist sehr sparsam. So lässt sich erstmals auch mit gutem Gewissen SUV fahren. Auch finanziell ist dieses Auto erschwinglich. Angeblich soll sich das Fahrzeug gegenüber einem Diesel in ca. 8 Jahren rentieren. So schnell geht es sonst fast nie.
Fazit:
Hybridmodelle gibt es fast überall. Nur lohnen sie sich selten, da die Verbräuche nicht niedrig genug sind. Plug-In Hybride und Elektroautos setzen sich nur langsam durch. In den kommenden 12 Monaten sind aber viele weitere Fahrzeuge angekündigt. So wird man kommendes Jahr bereits in jeder Fahrzeugklasse die Wahl zwischen alternativen Fahrzeugen haben.
Dienstag, 1. April 2014
Wann lohnt sich welcher Antrieb
Eine kleine Rechnung was ein Antrieb derzeit kostet
Als Beispiel nehme ich den weit verbeiteten Golf. Basis ist hier die Variante "Comfortline" als 5 Türer mit Metalliclackierung, Navi, 7 Gang Automatik und Klimaautomatik.
Schauen wir uns die Versionen an:
E-Golf als rein elektrisches Fahrzeug für 35.750€. Dafür stößt er 0g CO2 aus und kostet keine KFZ Steuer. Er verbraucht nach Norm 12,7kw/h und fährt damit theoretisch 190km weit. Im Alltag sind es eher 130... also in etwa 1/3 höherer Verbrauch.
Der mit 1.2TSI kostet 25.290€ und stößt 115g CO2 je Kilometer aus. Das entspricht 5,0l Superbenzin und für die Steuer fallen 58€ pro Jahr an. Spritmonitor gibt 6,3l als Realverbrauch an.
Als Diesel mit 1.6TDI sind es nur 102g CO2 bzw. 3,9l Diesel. Bei der Steuer schlägt dies mit 166€ zu Buche. Der Neuwagen kostet laut Liste 27.590€. Spritmonitor.de spricht von einem Verbrauch von 5,48l.
VW bietet dieses Modell auch als Erdgasmodell an. Unter dem Namen 1.4TGI werden 5,2m³ (3,4KG) Erdgas verbraucht bzw. 92g CO2 emittiert. KFZ Steuer sind nur 28€. Der Händler verlangt hier jedoch schon 29.115€. Spritmonitor hat hierzu noch keine Werte.
Die Preisunterschiede sind enorm. Der E-Golf hat zwar eine etwas bessere Ausstattung, dafür ist beim Händler nicht mit einem Rabatt zu rechnen. Über 10.000€ Auspreis muss man für den E-Golf gegenüber dem Benziner fahren. Durch die KFZ Steuer bekommt man die Aufpreise nie wieder rein. Wie sieht es mit dem Verbrauch aus?
Anfang April kostet die KWh 0,26€; Benzin 1,47; Diesel 1,32€ und Erdgas 1,16€ pro KG.
Bei einer Jahresfahrleistung von 15.000km/30.000km kämen somit folgende Kosten zusammen:
Elektro: 495€/991€
Benzin: 1160€/2263€
Diesel: 938€/1710€
Erdgas: 620€/1211€
Oder anders die Berechnung nach wie vielen Kilometern sich die Fahrzeuge gegenüber dem Wettbewerber lohnen (ohne Steuer):
Elektro gegenüber Benzin nach: 258.271km - also mehr als ein normaler Golf jemals gefahren wird. Bei Diesel und Erdgas ist die Bilanz noch fataler.
Diesel: Gegenüber dem Benziner erst nach über 100.000km. Aufgrund der hohen KFZ Steuer und der Gefahr in Umweltzonen zukünftig nicht mehr fahren zu dürfen, lohnt er nur bei Laufleistungen deutlich über 15.000km pro Jahr.
Erdgas: Amortisiert sich in etwa genauso schnell wie ein Diesel gegenüber dem Benziner. Genauso schnell macht er sich auch gegenüber dem Diesel bezahlt.
Für wen ist jetzt also welcher Antrieb geeignet. Der Elektroantrieb ist derzeit etwas für Idealisten und Optimisten. Aus heutiger Sicht lohnt er sich finanziell nicht. Selbst wenn die Benzinpreise steigen und der Preis für Ökostrom stagniert wird er sich kaum jemals finanziell lohnen. Dafür fährt man heute bereits ein Stück Zukunft und belastet die Umwelt viel weniger. Die Einfahrt in Innenstädte ist auf die nächste Zeit gesichert und möglicherweise steigt der Gebrauchtwert sogar, sofern Innenstadtzugänge beschränkt werden.
Finanziell lohnt sich für Wenigfahrer in erster Linie der Benzinmotor. Andere Antriebe bringen erst nach über 100.000km einen finanziellen Nutzen. Wer weniger als 15.000km pro Jahr fährt erreicht die erst sehr spät. Dafür sind Benziner auf dem Gebrauchtmarkt stabiler, da sie durch Auflagen weniger gegängelt werden. Großstadtbewohner müssen derzeit ihre alten Diesel mit hohen Abschlägen verkaufen.
Für Vielfahrer lohnt sich finanziell eindeutig der Erdgasantrieb. Er rentiert sich ungefähr genauso schnell wie ein Diesel - ist aber ab diesem Zeitpunkt auch dem Diesel voraus. Mittlerweile sind die Reichweitenprobleme durch große Tanks weitgehend im Griff. Der Tank hält in etwa für 350km. Was für gewöhnliche Fahrten völlig ausreichend ist. Der geringe Schadstoffausstoß ist selbst dem Benziner überlegen. Der Diesel wäre nur Kunden zu empfehlen die oft sehr weite Strecken am Stück fahren und so vom seltenen Nachtanken profitieren bzw. sehr oft ins Ausland fahren; da dort die Tankstellendichte noch niedriger ist.
Wer heute möglichst umweltfreundlich fahren möchte, sich dabei jedoch nicht einschränken will und keinen hohen Aufschlag zu zahlen bereit ist, sollte zum Erdgasfahrzeug greifen.
Als Beispiel nehme ich den weit verbeiteten Golf. Basis ist hier die Variante "Comfortline" als 5 Türer mit Metalliclackierung, Navi, 7 Gang Automatik und Klimaautomatik.
Schauen wir uns die Versionen an:
E-Golf als rein elektrisches Fahrzeug für 35.750€. Dafür stößt er 0g CO2 aus und kostet keine KFZ Steuer. Er verbraucht nach Norm 12,7kw/h und fährt damit theoretisch 190km weit. Im Alltag sind es eher 130... also in etwa 1/3 höherer Verbrauch.
Der mit 1.2TSI kostet 25.290€ und stößt 115g CO2 je Kilometer aus. Das entspricht 5,0l Superbenzin und für die Steuer fallen 58€ pro Jahr an. Spritmonitor gibt 6,3l als Realverbrauch an.
Als Diesel mit 1.6TDI sind es nur 102g CO2 bzw. 3,9l Diesel. Bei der Steuer schlägt dies mit 166€ zu Buche. Der Neuwagen kostet laut Liste 27.590€. Spritmonitor.de spricht von einem Verbrauch von 5,48l.
VW bietet dieses Modell auch als Erdgasmodell an. Unter dem Namen 1.4TGI werden 5,2m³ (3,4KG) Erdgas verbraucht bzw. 92g CO2 emittiert. KFZ Steuer sind nur 28€. Der Händler verlangt hier jedoch schon 29.115€. Spritmonitor hat hierzu noch keine Werte.
Die Preisunterschiede sind enorm. Der E-Golf hat zwar eine etwas bessere Ausstattung, dafür ist beim Händler nicht mit einem Rabatt zu rechnen. Über 10.000€ Auspreis muss man für den E-Golf gegenüber dem Benziner fahren. Durch die KFZ Steuer bekommt man die Aufpreise nie wieder rein. Wie sieht es mit dem Verbrauch aus?
Anfang April kostet die KWh 0,26€; Benzin 1,47; Diesel 1,32€ und Erdgas 1,16€ pro KG.
Bei einer Jahresfahrleistung von 15.000km/30.000km kämen somit folgende Kosten zusammen:
Elektro: 495€/991€
Benzin: 1160€/2263€
Diesel: 938€/1710€
Erdgas: 620€/1211€
Oder anders die Berechnung nach wie vielen Kilometern sich die Fahrzeuge gegenüber dem Wettbewerber lohnen (ohne Steuer):
Elektro gegenüber Benzin nach: 258.271km - also mehr als ein normaler Golf jemals gefahren wird. Bei Diesel und Erdgas ist die Bilanz noch fataler.
Diesel: Gegenüber dem Benziner erst nach über 100.000km. Aufgrund der hohen KFZ Steuer und der Gefahr in Umweltzonen zukünftig nicht mehr fahren zu dürfen, lohnt er nur bei Laufleistungen deutlich über 15.000km pro Jahr.
Erdgas: Amortisiert sich in etwa genauso schnell wie ein Diesel gegenüber dem Benziner. Genauso schnell macht er sich auch gegenüber dem Diesel bezahlt.
Für wen ist jetzt also welcher Antrieb geeignet. Der Elektroantrieb ist derzeit etwas für Idealisten und Optimisten. Aus heutiger Sicht lohnt er sich finanziell nicht. Selbst wenn die Benzinpreise steigen und der Preis für Ökostrom stagniert wird er sich kaum jemals finanziell lohnen. Dafür fährt man heute bereits ein Stück Zukunft und belastet die Umwelt viel weniger. Die Einfahrt in Innenstädte ist auf die nächste Zeit gesichert und möglicherweise steigt der Gebrauchtwert sogar, sofern Innenstadtzugänge beschränkt werden.
Finanziell lohnt sich für Wenigfahrer in erster Linie der Benzinmotor. Andere Antriebe bringen erst nach über 100.000km einen finanziellen Nutzen. Wer weniger als 15.000km pro Jahr fährt erreicht die erst sehr spät. Dafür sind Benziner auf dem Gebrauchtmarkt stabiler, da sie durch Auflagen weniger gegängelt werden. Großstadtbewohner müssen derzeit ihre alten Diesel mit hohen Abschlägen verkaufen.
Für Vielfahrer lohnt sich finanziell eindeutig der Erdgasantrieb. Er rentiert sich ungefähr genauso schnell wie ein Diesel - ist aber ab diesem Zeitpunkt auch dem Diesel voraus. Mittlerweile sind die Reichweitenprobleme durch große Tanks weitgehend im Griff. Der Tank hält in etwa für 350km. Was für gewöhnliche Fahrten völlig ausreichend ist. Der geringe Schadstoffausstoß ist selbst dem Benziner überlegen. Der Diesel wäre nur Kunden zu empfehlen die oft sehr weite Strecken am Stück fahren und so vom seltenen Nachtanken profitieren bzw. sehr oft ins Ausland fahren; da dort die Tankstellendichte noch niedriger ist.
Wer heute möglichst umweltfreundlich fahren möchte, sich dabei jedoch nicht einschränken will und keinen hohen Aufschlag zu zahlen bereit ist, sollte zum Erdgasfahrzeug greifen.
Abonnieren
Posts (Atom)