Ich möchte mich an dieser Stelle deutlich für eine Überprüfung der Fahrtüchtigkeit für Senioren aussprechen.
Was die oft angebrachten Gegenargumente angeht:
- Die Autofahrer relativieren das durch Erfahrung. Das ist unmöglich. Wenn die Reaktionsgeschwindigkeit fehlt, bringt wem Erfahrung nichts mehr. Auch schlechte Sehfähigkeiten können nicht durch eine jahrzehnte lange Fahrpraxis ausgeglichen werden.
- Die Autofahrer merken es selbst wenn sie nicht mehr fahren können. Stimmt auch nicht. Aus Érfahrung bin ich erschüttert wie wenige Menschen einsichtig sind.
Mein Vorschlag an dieser Stelle: Ab 60 Jahren wird verpflichtend eine gesundheitliche Eignungsprüfung in regelmäßigen Abständen durchgeführt. Während man die ersten Untersuchungen noch im 5 Jahresrhytmus macht, werden diese dann mit zunehmenden Alter immer weiter verkürzt (mögliche Prüfalter: 60,65,70, 72,74,76, 77,78,79,...).
Die Untersuchung könnte man primär als rein medizinische Prüfung aufstellen. Also eine Überprüfung der Seh- und Hörleistung sowie der Reaktionen und kognitiven Fähigkeiten. Das hält zunächst die Kosten niedrig - allein weil auch nicht zwingend ein Arzt dafür benötigt werden würde. Sollte dieser Test kritisch sein müsste eine Fahrprüfung angeordnet werden und/oder zusätzlich eine genauere ärztliche Untersuchung. Letzteres wäre beispielsweise bei Herzproblemen angebracht.
Die genauere Untersuchung wäre natürlich teurer, dürfte den meisten Fahrern jedoch erspart bleiben.
Den Erstehilfekurs würde ich hingegen für die gesamte Bevölkerung verpflichtend einführen. Die Kontrolle sollte immer zur Neuausstellung eines Personalausweises erfolgen.
Donnerstag, 27. September 2012
Alles beim Alten - der Golf VII
Unlängst wurde der neue Golf VII vorgestellt. Mittlerweile auch seine BlueMotion Version sowie der Golf GTI.
Was ist neu? Nichts. Der neue Golf sieht aus wie eine Mischung aus Golf IV und Golf VI. Das Gewicht ist deutlich gesunḱen. Der Innenraum bleibt fast unverändert. Insgesamt wird also Kraftstoff gespart (je nach Motorisierung zwischen 0,3 und 1,3L/100km) und ein paar aus anderen Modellen bekannte Sonderausstattungen finden jetzt auch Einzug ist die Preisliste. Abgesehen von der deutlichen Gewichtsreduktion ist der neue Golf also eher ein großes Facelift.
Interessanterweise präsentiert Volkswagen sehr viel aufeinmal. 3- und 5-Türer werden mit einem Mal präsentiert. Und auch die Spar- sowie Sportversion wird nur wenige Wochen nach der Präsentation nachgeschoben. Meist lässt man sich da mehr Zeit. Der GTI ist dabei eher enttäuschen. Mit 220PS und 246km/h leistet er nicht spürbar mehr als der Vorgänger. Man zitiert krampfhaft den Ur-GTI wobei das neue Modell dessen Reiz längst eingebüßt hat. War der erste GTI noch konkurrenzlos auf dem Markt und wurde nur von Sportwagen geschlagen hängt er heute sogar seiner eigenen Klasse hinterher und leistet deutlich weniger als der Modelleigene Konkurrent Golf R. Für den GTI gibt es erstmals eine Werksleistungssteigerung, die vermutlich alle Kunden dazu bestellen, mit der man 10PS mehr Leistung erhält. In diesem Leistungsdimensionen wird niemand den Unterschied bemerken.
Interessant ist da der Golf BlueMotion. Mit 110PS aus einem 1,6L TDI Dieselmotor ist er ausreichend motorisiert und soll mit beeindruckenden 3,2L auf 100km auskommen. Dieser Wert ist beeindruckend, da selbst Kleinwagen diese Werte selten schaffen. Wobei auch an dieser Stelle bedauert werden muss, dass der normale Golf 1.6TDI 0,6l auf 100km mehr verbraucht.
Alles in allem nichts neues. Nachgeschoben wird dann in näherer Zukunft der Golf Variant, der Caddy und Touran vermutlich auch. Ob der Golf Plus einen Nachfolger findet ist zweifelhaft. 2013 soll ein Erdgas- sowie Elektro-Golf folgen.
Dennoch wird der Golf seine Käufer finden. Denn was schon heute langweilig ist, wird auch in 5 Jahren nicht langweiliger sein.
Was ist neu? Nichts. Der neue Golf sieht aus wie eine Mischung aus Golf IV und Golf VI. Das Gewicht ist deutlich gesunḱen. Der Innenraum bleibt fast unverändert. Insgesamt wird also Kraftstoff gespart (je nach Motorisierung zwischen 0,3 und 1,3L/100km) und ein paar aus anderen Modellen bekannte Sonderausstattungen finden jetzt auch Einzug ist die Preisliste. Abgesehen von der deutlichen Gewichtsreduktion ist der neue Golf also eher ein großes Facelift.
Interessanterweise präsentiert Volkswagen sehr viel aufeinmal. 3- und 5-Türer werden mit einem Mal präsentiert. Und auch die Spar- sowie Sportversion wird nur wenige Wochen nach der Präsentation nachgeschoben. Meist lässt man sich da mehr Zeit. Der GTI ist dabei eher enttäuschen. Mit 220PS und 246km/h leistet er nicht spürbar mehr als der Vorgänger. Man zitiert krampfhaft den Ur-GTI wobei das neue Modell dessen Reiz längst eingebüßt hat. War der erste GTI noch konkurrenzlos auf dem Markt und wurde nur von Sportwagen geschlagen hängt er heute sogar seiner eigenen Klasse hinterher und leistet deutlich weniger als der Modelleigene Konkurrent Golf R. Für den GTI gibt es erstmals eine Werksleistungssteigerung, die vermutlich alle Kunden dazu bestellen, mit der man 10PS mehr Leistung erhält. In diesem Leistungsdimensionen wird niemand den Unterschied bemerken.
Interessant ist da der Golf BlueMotion. Mit 110PS aus einem 1,6L TDI Dieselmotor ist er ausreichend motorisiert und soll mit beeindruckenden 3,2L auf 100km auskommen. Dieser Wert ist beeindruckend, da selbst Kleinwagen diese Werte selten schaffen. Wobei auch an dieser Stelle bedauert werden muss, dass der normale Golf 1.6TDI 0,6l auf 100km mehr verbraucht.
Alles in allem nichts neues. Nachgeschoben wird dann in näherer Zukunft der Golf Variant, der Caddy und Touran vermutlich auch. Ob der Golf Plus einen Nachfolger findet ist zweifelhaft. 2013 soll ein Erdgas- sowie Elektro-Golf folgen.
Dennoch wird der Golf seine Käufer finden. Denn was schon heute langweilig ist, wird auch in 5 Jahren nicht langweiliger sein.
Donnerstag, 20. September 2012
Shared-Space
Ich bin bekennender Tempolimitgegner.
Ich finde es schön die Freiheit zu haben schnell zu fahren. Auch
sonst bin ich kein Freund enger Regelementierungen im Straßenverkehr.
Dennoch möchte ich mich an dieser
Stelle für eine weite Verbreitung von Tempo 30 innerorts
aussprechen.
Die Ursache meiner Überlegung liegt in
der nicht funktionierenden Trennung der verschiedenen Verkehrssysteme
in der Innenstadt. Besonders betroffen sind hier meist die Radfahrer.
Derzeit müssen sie sich meist den Gehweg mit den Fußgängern
teilen, was freilich auch mit farblicher Trennung nicht funktioniert.
Dauernd sind Fußgänger auf dem Radweg und an jeder kleinen
Einmündung muss man für den Straßenverkehr anhalten. Außerdem
kann kaum eine Stadt durchgehende Radwege bieten. Auch auf der Straße
haben es derzeit die Radfahrer schwer. Bei einem mit 50km/h
fließenden Verkehr stellen Radfahrer ein Hindernis da und sind
permanent gefährdet.
Ändern ließe sich das mit einer
starken Ausweitung der Tempo 30 Zonen. Denkbar wäre hier lediglich
die Vorfahrtsstraße als Ausnahme für Tempo 50 – als Ausfallstraße
sogar Tempo 70. Bei den Ausnahmen müsste man dann durchgehende
Radwege anlegen.
Im Tempo 30 Bereich kann man die
Bürgersteige absenken (gut für mobilitätseingeschränkte Personen)
und die Radfahrer teilen sich den Verkehr mit dem motorisierten
Verkehr. Bei diesem Tempo sollte eine erhöhte Rücksicht möglich
sein. Insgesamt muss der Verkehr dadurch noch nichtmal viel langsamer
laufen, denn bei den niedrigen Geschwindigkeiten kann man an vielen
Stellen auch auf Ampeln verzichten. Für viele Menschen ließen sich
so Anreize schaffen vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen.
Die Verkehrssicherheit würde ebenfalls
davon profitieren. Der zweitgrößte Anteil der Verkehrstoten
verliert sein Leben bei Unfällen innerhalb der Ortsgrenzen. Bei
diesen Geschwindigkeiten sind die Opfer fast immer Fußgänger und
Radfahrer. An der Sicherheit der Autos lässt sich da nur wenig
verbessern. Mehr geht da durch die Geschwindigkeit. Bei einer
Vollbremsung aus 50km/h braucht man 12m unter Idealbedingen zum
Stehen. Aus den oft gefahrenen 60km/h sind es bei gleichen
Bedingungen schon mindestens 17m. Unter nicht optimalen Bedingungen
steigt der Bremsweg nochmal bedeutend. Aus 30 oder auch 40km/h steht
man jedoch schon nach 4 bzw. 8m. Bei einem plötzlich auf die Straße
laufenden Kind können das rettende Meter sein.
Ganz nebenbei sinken auch die
Lärmemissionen, wodurch die Anwohner profitieren würden.
Montag, 17. September 2012
Techniktrend Auto 2/12
Um mal ein wenig Überblick zu behalten
bei der großen Flut an neuen Fahrassistenten ein aktueller
Überblick.
Derzeit häufig im Angebot sind
Spurverlassenswarner und Totwinkelwarner. Diese messen durch Laser
oder Kameras ob das Fahrzeug die Spur verlässt oder beim ausscheren
ob sich ein Fahrzeug im toten Winkel befindet. In der „aktiven“
Variante kann das Fahrzeug selbsttätig gegenlenken.
Fazit: Der Totwinkelwarner ist
sinnvoll, während der Spurverlassenswarner nur wenig Sinn macht. Wer
die Spur verlässt sollte das auch ohne Assistent bemerken.
Sehr viele Hersteller führen
„City-Stopp-Assistenten“ ein. Die messen wie die unten
aufgeführten die Geschwindigkeit zum Objekt vor dem Fahrzeug ein.
Wird diese unterschritten, wird eine Bremsung durch das Auto
eingeleitet. Viele dieser Systeme sind schon zu Preisen unter 500€
erhältlich. Der Haken dabei: Sie funktionieren nur bei
Geschwindigkeiten bis 30km/h.
Fazit: Bedingt sinnvoll. Generell
bringen solche Assistenten immer einen Sicherheitsgewinn, jedoch
bringt dieser gerade unter 30km/h mit den sehr kurzen Bremswegen so
gut wie gar nichts.
Ein breiteres Geschwindigkeitsband
decken da die ACC Systeme ab. Je nach Hersteller haben diese
Abstandsregeltempomaten unterschiedliche Namen bei gleicher
Funktionsweise. Per Radarwellen messen sie den Abstand zum
Vordermann. Sie können als Notbremsassistent genutzt werden der sich
erst bei Gefahr einschaltet, oder aber auch als Tempomat. So passen
sie die Geschwindigkeit immer an die des vorausfahrenden Fahrzeugs an
und können auch wieder beschleunigen. Die Preise bewegen sich jedoch
bei ca. 2000€ und sind nur mit Automatikgetrieben kombinierbar.
Ausnahme sind da die reinen Notbremsassistenten die bei einigen
Herstellern keine Automatik benötigen.
Fazit: Sehr sinnvoll. Sie können
Auffahrunfälle verhindert oder zumindest abschwächen. Als Tempomat
entspannen sie den Fahrer auch auf langen Strecken.
Attention Assyst nennt sich der
serienmäßig verbaute Müdigkeitswarner bei Mercedes-Benz. Er warnt
den Fahrer wenn dieser müde wird. Dieses Verhalten wird z.B. durch
die Lenkbewegungen ausgewertet. Das passiert oft schon bevor sich der
Fahrer dieser gefährlichen Müdigkeit selbst bewusst wird.
Fazit: Sehr sinnvoll. Das System ist
kostenfrei und kann helfen Unfälle zu vermeiden.
Die Multikollisionsbremse vom
Volkswagenkonzern ist ebenfalls eine serienmäßige Einrichtung die
z.B. im Golf VII eingeführt wird. Nach einem Verkehrsunfall wird die
Bremse aktiviert um ein unkontrolliertes weiterrollen den
verunglückten Fahrzeugs zu vermeiden. Dies soll vor weiteren
Kollisionen schützen.
Fazit: Sehr sinnvoll. Ein kostenfreies
System, das im Falle eines Unfalls den Schaden gering halten soll.
Mittwoch, 12. September 2012
Pedelecs, die Zukunft des Radfahrens.
Derzeit verleihen diese Fahrräder
meistens nur Senioren einen größeren Aktionsradius, obwohl sie auch
für die breite Masse der Bevölkerung attraktiv sein sollten.
Pedelecs sind in den meisten Fällen Fahrräder mit Akku und
Elektromotor die den Radler bis zu Geschwindigkeiten von 25km/h
unterstützen. Einen sehr kleinen Anteil machen die E-Räder mit rein
elektrischem Antrieb aus, die auch ohne zusätzliches Treten für
Vortrieb sorgen. Diese sind allerdings recht teuer und zusätzlich
Führerscheinpflichtig, was die Attraktivität senkt. In einigen
Fällen kommt auch noch eine Helmpflicht dazu.
Bleibt man bei der unterstützenden
Version ist das System recht simpel. Man kann in mehreren Stufen die
Unterstützungsleistung wählen, was dann natürlich auch einen
Einfluss auf die Reichweite hat. Real sind 40-80km je nach Modell und
Unterstützungsstufe üblich. Im Gegensatz zu vielen Händlern sehe
ich den Vorteil der Pedelecs weniger in langen Radreisen, sondern
eher im täglichen Berufsverkehr. Mit ihnen kann man einfach
Distanzen von 10km einfacher Strecke zur Arbeit mit hohen Tempo
zurücklegen ohne verschwitzt und ausgepowert bei der Arbeit
anzukommen.
Zuhause kann der Akku dann geladen
werden. Bei einigen Modellen ist der Akku sogar entnehmbar – das
ist praktisch für Kunden ohne Lademöglichkeit am Abstellplatz.
Gegenüber einem normalen Fahrrad ist
der Aufpreis zwar deutlich spürbar, gegenüber einem Auto ist der
Spareffekt jedoch bedeutend größer. Die Stromkosten sind zu
vernachlässigen da sie nur wenige Euro im Jahr ausmachen. Bei einer
Akkuhaltbarkeit von 3-5 Jahren bei täglichem Einsatz müsste man
also lediglich ca. 200€ im Jahr für den Akku und Wartung einkalkulieren,
während das Fahrrad als solches ebenfalls eine bezahlbare Option
ist. Jeder Autobesitzer wird in anbetracht der Kraftsotffkosten das
zu schätzen wissen. Denn solche Summen gehen bei Vielfahrern im
Monat drauf.
Für Berufspendler eine interessante
Wahl.
Samstag, 8. September 2012
Techniktrend: Auto 1/12
An dieser Stelle möchte ich regelmäßig einzelne technsiche Entwicklungen betrachten. Heutiges Thema ist der starke Downsizing Trend bei den Fahrzeugmotoren.
Downsizing bei Fahrzeugmotoren; also immer kleinere Motoren bei gleicher oder steigender Leistung; ist nichts neues mehr. Während man einst nur die Motorverdichtung erhöhte und die Anzahl der Ventile erhöhte geht der Trend seit diesem Jahrtausend eindeutig zu Gunsten von Direkteinspritzung und Turboladern weiter. Die Vorteile sind bekannt (Hohes Drehmoment bei niedriger Drehzahl, sparsames Fahren in hohen Gängen) und die Nachteile oft genug betrachtet (Hoher Verbrauch bei starker Leistungsabgabe). Dieser Trend gilt als unausweislich. In Folge verdrängen die modernen Vierzylindermotoren die V6 und V8 Motoren in den reinen Oberklassebereich - und selbst da halten die Vierzylindermotoren bereits Einzug (siehe Mercedes S250CDI).
Im Kompakt- und Kleinwagenbereich treten jetzt jedoch neue Konzepte auf. Üblich sind derzeit Vierzylindermotoren mit Hubräumen zwischen 1,2 und 2,0L. Kleinere Motoren werden aus Konstengründen derzeit oft noch als klassiche Saugmotoren gebaut und fungieren als reine Einstiegsmotoren für Kleinwagen. Um weiter an der Spritschraube zu drehen gibt es neuerdings drei sehr interessante und unterschiedliche Konzepte auf dem Markt.
Das sind: Der Fiat TwinAir Motor (Fiat 500, Fiat Panda, Fiat Punto). Hierbei handelt es sich um einen 0,875l-Zweizylinder-Reihenmotor. Dieser besticht mit einer hohen Leistungsausbeute (85 oder 105PS) bei minimalem Platz- und Gewichtsverbrauch. Ein geringer Verbrauch ist da Ehrensache.
Im Fiat 500 werden 5,1L Super als Normvebrauch angegeben. Das wäre für ein ganz ordentlicher Wert. In der Praxis sind es wohl eher 6-6,5L Super. Das ist ein eher ernüchternder Wert, denn der größere VW Polo 1,2TSI verbraucht mit 4 Zylindern auch nicht mehr.
Fazit: Bedingt empfehlenswert. Zwar konnte der Verbrauch durch den kleinen Motor gesenkt werden, bewegt sich damit aber auf dem gleichen Niveau wie andere sparsame R4-Motoren.
Ein neuer Favorit ist da der Ford 1,0 EcoBoost Reihen-Dreizylinder. Das ist ein neuer Dreizylindermotor mit Turboaufladung der in den Leistungsstufen 100PS und 125PS angeboten wird. Abgesehen von der hohen Leistung für den kleinen Motor ist die Besonderheit die Vibrationsarmut die man von Dreizylindern sonst nicht kennt und die Verwendung im Ford Focus sowie dem Ford B-Max. Damit haben sehr kleine R3-Motoren Einzug in die Kompaktklasse gehalten. Der Normverbrauch soll beim Focus bei 4,8L bis 5,0L Super liegen. Für ein Auto dieser Größer und Leistung ein beeindruckender Wert. Laut Spritmonitor kommt der Focus in der Realität mit ca. 7 Litern aus. Zum Vergleich ein VW Golf braucht mit dem 1,2TSI und 105PS bereits 6,6L bzw. als 1,4TSI und 122PS sind es schon ca. 7,2L. Ein Opel Astra braucht in dieser Leistungsklasse sogar über 7,5L.
Fazit: Empfehlenswert. Ford hat einen Motor entwickelt der die Konkurrenz in Sachen Verbrauch unterbietet, wobei die Verbrauchsvorteile gegenüber den besten Motoren der Konkurrenz nicht sher groß ist.
Zuletzt möchte ich einen Ausblick werfen. Der geht ins Haus Volkswagen. Kombiniert wird der bekannte VW 1,4TSI R4-Motor und 140PS mit einer Zylinderabschaltung. Die Idee dahinter besagt, dass der Motor bei einer niedrigen Leistungsabgabe zwei Zylinder abschaltet und sie erst bei hoher Geschwindigkeit bzw. starker Beschleunigung hinzuschaltet. Dieses Konzept hat VW nicht erfunden. Andere Hersteller haben es in der Vergangenheit oft bei V6 und V8 Motoren verwendet. Viele dieser Motoren wurden jedoch eingestellt, weil damals der Verbrauchsvorteil eher gering war und andere Technologien wie Downsizing mehr Erfolg versprachen. Volkswagen kombiniert die Zylinderabschaltung erstmals mit einem effizienten 1,4l Vierzylinder und Turboaufladung. Versprochen wird ein Minderverbrauch von ca. 1L Superbenzin. Der Motor soll zuerst im Polo Blue GT (ab Oktober 2012) eingesetzt werden und danach im neuen VW Golf und Audi A3. Der Einsatz in weiteren Fahrzeugen (Skoda Oktavia, VW Passat,...) ist wahrscheinlich.
Fazit: Empfehlenswert wenn der Motor hält was er verspricht. Denn es ist schön einen starken Motor zu haben der eine ausreichende Leistung für Autobahn und Überholmanöver bereit hält, während wir ihn meistens nur im Teillastbereich bwegen. Hier verspricht Volkswagen Sparpotential.
Downsizing bei Fahrzeugmotoren; also immer kleinere Motoren bei gleicher oder steigender Leistung; ist nichts neues mehr. Während man einst nur die Motorverdichtung erhöhte und die Anzahl der Ventile erhöhte geht der Trend seit diesem Jahrtausend eindeutig zu Gunsten von Direkteinspritzung und Turboladern weiter. Die Vorteile sind bekannt (Hohes Drehmoment bei niedriger Drehzahl, sparsames Fahren in hohen Gängen) und die Nachteile oft genug betrachtet (Hoher Verbrauch bei starker Leistungsabgabe). Dieser Trend gilt als unausweislich. In Folge verdrängen die modernen Vierzylindermotoren die V6 und V8 Motoren in den reinen Oberklassebereich - und selbst da halten die Vierzylindermotoren bereits Einzug (siehe Mercedes S250CDI).
Im Kompakt- und Kleinwagenbereich treten jetzt jedoch neue Konzepte auf. Üblich sind derzeit Vierzylindermotoren mit Hubräumen zwischen 1,2 und 2,0L. Kleinere Motoren werden aus Konstengründen derzeit oft noch als klassiche Saugmotoren gebaut und fungieren als reine Einstiegsmotoren für Kleinwagen. Um weiter an der Spritschraube zu drehen gibt es neuerdings drei sehr interessante und unterschiedliche Konzepte auf dem Markt.
Das sind: Der Fiat TwinAir Motor (Fiat 500, Fiat Panda, Fiat Punto). Hierbei handelt es sich um einen 0,875l-Zweizylinder-Reihenmotor. Dieser besticht mit einer hohen Leistungsausbeute (85 oder 105PS) bei minimalem Platz- und Gewichtsverbrauch. Ein geringer Verbrauch ist da Ehrensache.
Im Fiat 500 werden 5,1L Super als Normvebrauch angegeben. Das wäre für ein ganz ordentlicher Wert. In der Praxis sind es wohl eher 6-6,5L Super. Das ist ein eher ernüchternder Wert, denn der größere VW Polo 1,2TSI verbraucht mit 4 Zylindern auch nicht mehr.
Fazit: Bedingt empfehlenswert. Zwar konnte der Verbrauch durch den kleinen Motor gesenkt werden, bewegt sich damit aber auf dem gleichen Niveau wie andere sparsame R4-Motoren.
Ein neuer Favorit ist da der Ford 1,0 EcoBoost Reihen-Dreizylinder. Das ist ein neuer Dreizylindermotor mit Turboaufladung der in den Leistungsstufen 100PS und 125PS angeboten wird. Abgesehen von der hohen Leistung für den kleinen Motor ist die Besonderheit die Vibrationsarmut die man von Dreizylindern sonst nicht kennt und die Verwendung im Ford Focus sowie dem Ford B-Max. Damit haben sehr kleine R3-Motoren Einzug in die Kompaktklasse gehalten. Der Normverbrauch soll beim Focus bei 4,8L bis 5,0L Super liegen. Für ein Auto dieser Größer und Leistung ein beeindruckender Wert. Laut Spritmonitor kommt der Focus in der Realität mit ca. 7 Litern aus. Zum Vergleich ein VW Golf braucht mit dem 1,2TSI und 105PS bereits 6,6L bzw. als 1,4TSI und 122PS sind es schon ca. 7,2L. Ein Opel Astra braucht in dieser Leistungsklasse sogar über 7,5L.
Fazit: Empfehlenswert. Ford hat einen Motor entwickelt der die Konkurrenz in Sachen Verbrauch unterbietet, wobei die Verbrauchsvorteile gegenüber den besten Motoren der Konkurrenz nicht sher groß ist.
Zuletzt möchte ich einen Ausblick werfen. Der geht ins Haus Volkswagen. Kombiniert wird der bekannte VW 1,4TSI R4-Motor und 140PS mit einer Zylinderabschaltung. Die Idee dahinter besagt, dass der Motor bei einer niedrigen Leistungsabgabe zwei Zylinder abschaltet und sie erst bei hoher Geschwindigkeit bzw. starker Beschleunigung hinzuschaltet. Dieses Konzept hat VW nicht erfunden. Andere Hersteller haben es in der Vergangenheit oft bei V6 und V8 Motoren verwendet. Viele dieser Motoren wurden jedoch eingestellt, weil damals der Verbrauchsvorteil eher gering war und andere Technologien wie Downsizing mehr Erfolg versprachen. Volkswagen kombiniert die Zylinderabschaltung erstmals mit einem effizienten 1,4l Vierzylinder und Turboaufladung. Versprochen wird ein Minderverbrauch von ca. 1L Superbenzin. Der Motor soll zuerst im Polo Blue GT (ab Oktober 2012) eingesetzt werden und danach im neuen VW Golf und Audi A3. Der Einsatz in weiteren Fahrzeugen (Skoda Oktavia, VW Passat,...) ist wahrscheinlich.
Fazit: Empfehlenswert wenn der Motor hält was er verspricht. Denn es ist schön einen starken Motor zu haben der eine ausreichende Leistung für Autobahn und Überholmanöver bereit hält, während wir ihn meistens nur im Teillastbereich bwegen. Hier verspricht Volkswagen Sparpotential.
Mittwoch, 5. September 2012
Techniktrend Digital 1/12
Thema: DE-Mail
Zur IFA 2012 wird die DE-Mail beworben in den kommenden ein bis zwei Jahren wird sie möglicherweise in Schwung kommen.
Was ist die DE-Mail?
Die DE-Mail soll eine Mischung aus E-Mail und Brief sein. Technisch handelt es sich um eine Art der E-Mail mit Verschlüsselung, die die Vorteile von Brief und Mail vereinen soll. Die bestehen aus der elektronischen Übermittlung von Daten in Echtzeit ohne das Haus zu verlassen und der Rechtssicherheit einer Unterschrift.
Weil man Mails nicht unterschreiben kann überprüft der Betreiber des Mailversands ob der Versender auch der ist für den er sich ausgibt.
Was bringt die DE-Mail?
Derzeit noch gar nichts. In Zukunft allerdings möglicherweise vieles. Für viele Dinge muss man heute noch an Behörden einen unterschriebenen Brief senden oder sogar persönlich dort erscheinen. Das wäre in Zukunft bequem von zuhause - oder jedem anderen Ort auf der Welt - möglich.
Die Angebotslage ist derzeit allerdings noch eher schlecht. Die Post bietet seit dem Jahr 2011 den E-Postbrief an. Der ist allerdings sehr teuer und ein eher verzweifelter Versuch der Post sich den Briefmarkt zu erhalten. Sparen tut man gegenüber dem herkömmlichen Breif fast nichts. Dabei verursacht der Mailversand keine nennenswerten Kosten.
Neuerdings drängt die Telekom und ab kommenden Jahr auch Web.de/GMX auf den Markt. Deren Agebote sind lukrativer, da sie keine Grundgebühren enthalten und ein Freikontingent von 3 bzw. 5 frei Mails pro Monat stellen. Erst danach werden 39ct pro Mail erforderlich. Das ist ein fairer Preis, da die Kunden seitens der Anbieter authentifiziert werden müssen. Außerdem werden viele Privatanwender mit 5 Mails im Monat auch gut auskommen.
Fazit: Abwarten. Viele Sicherheitsfragen sind noch nicht geklärt und derzeit ist nicht abzusehen ob sich die DE-Mail durchsetzen wird. Auch ein Scheitern zu Gunsten der Onlinefunktionen des neuen Personalausweises ist durchaus vorstellbar.
Zur IFA 2012 wird die DE-Mail beworben in den kommenden ein bis zwei Jahren wird sie möglicherweise in Schwung kommen.
Was ist die DE-Mail?
Die DE-Mail soll eine Mischung aus E-Mail und Brief sein. Technisch handelt es sich um eine Art der E-Mail mit Verschlüsselung, die die Vorteile von Brief und Mail vereinen soll. Die bestehen aus der elektronischen Übermittlung von Daten in Echtzeit ohne das Haus zu verlassen und der Rechtssicherheit einer Unterschrift.
Weil man Mails nicht unterschreiben kann überprüft der Betreiber des Mailversands ob der Versender auch der ist für den er sich ausgibt.
Was bringt die DE-Mail?
Derzeit noch gar nichts. In Zukunft allerdings möglicherweise vieles. Für viele Dinge muss man heute noch an Behörden einen unterschriebenen Brief senden oder sogar persönlich dort erscheinen. Das wäre in Zukunft bequem von zuhause - oder jedem anderen Ort auf der Welt - möglich.
Die Angebotslage ist derzeit allerdings noch eher schlecht. Die Post bietet seit dem Jahr 2011 den E-Postbrief an. Der ist allerdings sehr teuer und ein eher verzweifelter Versuch der Post sich den Briefmarkt zu erhalten. Sparen tut man gegenüber dem herkömmlichen Breif fast nichts. Dabei verursacht der Mailversand keine nennenswerten Kosten.
Neuerdings drängt die Telekom und ab kommenden Jahr auch Web.de/GMX auf den Markt. Deren Agebote sind lukrativer, da sie keine Grundgebühren enthalten und ein Freikontingent von 3 bzw. 5 frei Mails pro Monat stellen. Erst danach werden 39ct pro Mail erforderlich. Das ist ein fairer Preis, da die Kunden seitens der Anbieter authentifiziert werden müssen. Außerdem werden viele Privatanwender mit 5 Mails im Monat auch gut auskommen.
Fazit: Abwarten. Viele Sicherheitsfragen sind noch nicht geklärt und derzeit ist nicht abzusehen ob sich die DE-Mail durchsetzen wird. Auch ein Scheitern zu Gunsten der Onlinefunktionen des neuen Personalausweises ist durchaus vorstellbar.
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